Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Tierische Kirchengeschichte

Domkapitular Peter Thewes hat aus Beobachtungen in St. Sixtus ein Buch gemacht

19.05.2007

Domkapitular Peter Thewes hat sie aufgespürt - den Adler, den Löwen, die Kuh, das Lamm, die Taube, den Widder... Manchmal mit Hilfe von Küster Anton Klosa. «Denn sie drängen sich den Blicken der Menschen nicht immer auf, wie etwa der weithin sichtbare Hahn auf dem Kirchturm.» Die Tiere, um die es dem Priester geht, sind verbannt in steinerne Skulpturen, in Gemälde und Glasfenster oder in hölzerne Schnitzereien. Peter Thewes hat aus seinen Beobachtungen ein Buch gemacht. Einige Wochen hat der 88-Jährige recherchiert, hat sich mit den Tieren beschäftigt, ihre Rolle in der Bibel oder in Gleichnissen untersucht und schließlich auf seiner alten Schreibmaschine Zeile für Zeile getippt. Der Heimatverein gibt nun «Die Tiere der Sixtuskirche in Haltern» als 12. Band der Beiträge zur Geschichte der Stadt Haltern heraus. Das Buch ist ab heute für 12,80 Euro in der Stadtbücherei und der Buchhandlung Kortenkamp erhältlich. Wer möchte, kann es Sonntag zwischen 12.30 und 17.45 Uhr in der Kirche von Autor Peter Thewes und Illustrator Ulrich Grillenberger aus Marl signieren lassen. «Es ist ein weises, reifes und liebenswertes Buch», urteilt Franz-Josef Kalfhues, Vorsitzender des Heimatvereins. Und es erfüllt dazu bei gutem Absatz auch noch einen respektablen Zweck. Der Gewinn soll für die Anschaffung einer Glasvitrine verwandt werden, in der dann wertvolle alte Andachts- und Kunstgegenstände der Sixtus-Gemeinde ausgelegt werden. Peter Thewes, gebürtiger Hamm-Bossendorfer und seit 1984 Vicarius Cooperator in St. Sixtus, trägt bereits Ideen für sein nächstes Buch mit sich herum. Die Randfiguren im Kreuzweg von St. Sixtus interessieren ihn. «Das Schreiben», sagt er, «macht mir eben außergewöhnlichen Spaß.» Dem neuesten Buchtitel entsprechend könnte er auch sagen: Tierischen Spaß. Elisabeth Schrief

Lesen Sie jetzt