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Wasag-Anwohner protestieren

SYTHEN Die Werkstraße ist eine Werkstraße, aber 200 LKW am Tag wollen die Bewohner der ehemaligen Werkswohnungen am Wasag-Betriebsgelände nicht ertragen.

von Von Thomas Liedtke

, 13.02.2008
Wasag-Anwohner protestieren

200 LKW pro Tag sind den Anwohnern zu viel.

Auf dem Gelände des Sprengstoffwerkes liegt ein Bodenschatz, der in den nächsten Jahren gehoben werden soll: feinster Quarzsand. Die Firma Sythengrund hat die Anlage eines weiteren Baggersees südlich des Silbersees beantragt. Entscheiden darüber wird die Bergbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg.

Die Politik in Haltern hat dem Plan grundsätzlich zugestimmt. Das Thema Transport wurde aber schon bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im April 2007 kritisch diskutiert. Damals hieß es noch, 80 Prozent sollten über die Gleise der alten Werksbahn abtransportiert werden. Der Rest sollte per LKW über die Werkstraße zur Münsterstraße erfolgen. Eine Route über die Straße "Zum Vogelsberg" lehnte die Stadt Haltern ab, weil es zu Konflikten mit dem Freizeitverkehr am Silbersee kommen könne.

Keine Entscheidung

Nach einem Erörterungstermin im Dezember befürchtet Anwohner Markus Rickert nun, dass ein Transport über die Schiene nicht mehr in Frage kommt, weil die Wiederherstellung der Bahnlinie zu teuer sei. Dem widerspricht Dr. Rolf Niepmann von Sythengrund. Es gebe noch keine Entscheidung über den Transportweg, Die Bezirksregierung prüfe zurzeit lediglich die grundsätzliche Machbarkeit des Vorhabens. Der Transport werde erst in anderthalb Jahren ein Thema.

Anwohner, Sythengrund und die Stadt Haltern werden sich in Kürze treffen und einen Ausgleich der Interessen versuchen. "Wir werden dazu einladen", so Baudezernent Wolfgang Kiski.

Belastung für Anwohner

Er hat nach wie vor Vorbehalte gegen einen LKW-Transport über die Straße Zum Vogelsberg. Dies würde nicht nur Konflikte mit dem Freizeitverkehr verursachen, sondern mehr Anwohner an der Münsterstraße belasten. Kiski wehrt sich auch gegen den Vorwurf Rickerts, die Stadt sei gegen einen Transport über die Bahnlinie, weil sie selbst Grundstücke im benachbarten Baugebiet Wellenbogen besitze. Die möglichen Lärmschutzkonflikte zwischen Bahnlinie und Wohngebiet seien im Planverfahren berücksichtigt worden.

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