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Wolfspärchen findet neues Zuhause im Gehege

Naturwildpark Granat

Das Wolfspärchen Mato und Luna fühlt sich seit Mittwoch im neuen Gehege im Naturwildpark Granat wie Zuhause. Dorthin wurden die beiden nämlich umgesiedelt.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 24.11.2010
Wolfspärchen findet neues Zuhause im Gehege

Mit vereinten Kräften gelingt es dann doch.

2400 Quadratmeter misst das Areal, auf dem sich die beiden eineinhalb Jahre alten Wölfe nun austoben können – gesichert durch einen drei Meter hohen Zaun, der auch noch einen Meter tief in die Erde reicht. „Durchgraben können sie sich nicht“, versichert Holger Beckmann, Junior-Chef des Wildparks. Vorsicht ist durchaus geboten, wenn man Jos de Bruin glaubt, der die beiden Wölfe – damals wenige Tage alt – mit der Flasche groß gezogen hat. Normalerweise flüchte ein wilder Wolf vor Menschen, so de Bruin. Mato und Luna hätten aber stets unter Menschen gelebt, betrachteten diese also eher als Artgenossen.

de Bruin will in den kommenden Jahren regelmäßig, „vielleicht drei, vier Mal die Woche“ nach seinen Wölfen schauen. Der Mann aus Sonsbeck beschäftigt sich seit rund 20 Jahren mit Wölfen. Und gibt zu, ab und zu mit den Wölfen zu heulen. Problematisch wurde die Umsiedlung am Mittwoch ein wenig dadurch, dass beide Wölfe aufgrund vorheriger Erfahrungen vor de Bruin flüchteten, sobald sie das Blasrohr mit den Betäubungspfeilen sahen. Ihm sei also nichts anderes übrig geblieben, als die Pfeile versteckt in der Hand zu halten, die Wölfe zu rufen, und ihnen die Pfeile mit der Hand in den Allerwertesten zu rammen. Während Luna die Betäubung bereits während der Fahrt abschütteln konnte, wirkte Mato noch etwas wackelig auf den Pfoten. Seinen neuen Lebensraum nahm er ziemlich unbekümmert in Augenschein, während Luna zunächst rastlos am Rand des Geheges umherstreifte, um einen Ausgang zu suchen.

„Hallo Wolf“, wurde Mato von einem kleinen Kind begrüßt, dass staunend durchs Gitter lugte. Die Finger solle man aber tunlichst nicht reinstecken, sagt Frank Hasenauer, der die Wölfe ebenfalls von frühester Kindheit kennt: „Mato hat mir damals mal in die Nase gebissen.“ 

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