Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wurzeln wehrten sich hartnäckig

HALTERN Die 10 A-b der Joseph-Hennewig-Schule machte sich am Freitag mit Spaten auf den Weg nach Lavesum. Dort erlebten die Jugendlichen "praktischen Biologie-Unterricht" - und hatten dabei jede Menge Spaß.

von Von Daniel Maiß

, 15.02.2008
Wurzeln wehrten sich hartnäckig

Einen ganzen Vormittag lang bepflanzten 25 Zehntklässler der Joseph-Hennewig-Hauptschule einen Waldrand in Lavesum.

Dana steht mit ihrem vollen Gewicht auf dem Spaten, der rührt sich aber nicht. „Domi, komm mal her, das geht nicht“. Domi – mit vollem Namen Dominik – eilt herbei, rammt den Spaten in den Boden, das nächste Loch ist ausgehoben. Sekunden später ist ein Weißdorn eingepflanzt, die beiden Zehntklässler der Joseph-Hennewig-Schule betrachten zufrieden ihr Werk.

Waldrand

Zusammen mit 23 weiteren Klassenkameraden der 10 A-b sorgen die Jugendlichen dafür, dass ein Waldrand in Lavesum angelegt wird. „Praktischer Biologie-Unterricht“, so nennt Klassenlehrerin Bianca Pflips den arbeitsreichen Vormittag. In drei Reihen pflanzen die Hauptschüler auf knapp 200 Metern Länge 500 Pflanzen an. Neben dem schon erwähnten Weißdorn werden so auf dem Waldstück, das der Hullerner St. Andreas Gemeinde gehört, bald auch Haselnuss, Feldahorn, Hundsrose, und Pfaffenhütchen blühen. Ein wachsames Auge auf die Gruppe wirft Martin Frank. Er ist Forstamtmann und für den Bereich Haltern zuständig. Mit ihm zusammen heben die 25 Schüler erst die Löcher aus, um dann direkt zu pflanzen. Das ist allerdings gar nicht so leicht, hartnäckiges Wurzelwerk steht den Spaten immer wieder im Weg. „Für die Jugendlichen ist das eine tolle Abwechslung zum Unterricht. Die ziehen alle gut mit“, freut sich Lehrerin Pflips über die raschen Fortschritte.

Heimspiel

Für die hat vor allem auch Dominik gesorgt. Der hat ein Heimspiel, er wohnt in Lavesum. Mit Arbeits-Schuhen und -Hose ist er vorbildlich ausgestattet. „Der packt richtig gut mit an“, freut sich Pflips. Dana ist dagegen eher für die Logistik zuständig, sie treibt ihre Mitschüler immer wieder an, weiß genau, in welchen Abständen die Pflanzen stehen müssen. Da ist es auch nicht schlimm, dass sie mit ihrem Spaten gegen die Wurzeln keine Chance hat.

Lesen Sie jetzt