Hamburger Universitätsklinikum: Dutzende Corona-Kranke auf Krebsstation

Coronavirus

Am Hamburger Universitätsklinikum gibt es Dutzende Corona-Infektionen. Betroffen sind Patienten und Mitarbeiter. Wer die Infektionskette ausgelöst hat, wird bereits vermutet.

Hamburg

15.04.2020, 07:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kam es zu einigen Corona-Infektionen.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kam es zu einigen Corona-Infektionen. © picture alliance/dpa

Am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben sich im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Im Bereich der Onkologie sind in der vergangenen Woche rund 20 Patientinnen und Patienten sowie rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen Covid-19-positiv getestet worden“, erklärte UKE-Sprecherin Saskia Lemm am Dienstagabend auf Anfrage.

Die zuständigen Behörden seien informiert worden. „Einige dieser Patienten werden entsprechend noch im UKE betreut, andere sind in die Häuslichkeit entlassen worden.“

Ausgedehntes Screening

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion seien alle Patienten der onkologischen Stationen auf Covid-19 getestet worden. Infizierte seien umgehend auf spezielle Covid-19-Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie verlegt und dort isoliert untergebracht worden. Mitarbeiter der betroffenen Stationen seien einem ausgedehnten Screening unterzogen worden.

Die genauen Wege der Infektion würden derzeit aufgearbeitet, könnten aber nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden, betonte Lemm. Laut einem Bericht des „Spiegel“, der zuerst über den Fall berichtet hat, gehen die Infektionen auf eine infizierte Reinigungskraft zurück.

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