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Handball: Pokal-Aus für die HSG in letzter Sekunde

SCHWERTE Mit anderthalb Beinen stand die HSG Schwerte-Westhofen schon in der dritten Pokalrunde auf Westdeutscher Ebene. Aber in den Schlussminuten stellten sich die Schwerter gegen den Oberligisten HSE Hamm selbst ein Bein.

von Von Michael Dötsch

, 03.02.2008

HSG Schwerte-Westhofen - HSE Hamm 24:25 (14:10) - Der klassenhöhere Gegner wusste gar nicht, wie ihm geschah. Spätestens als Dominik Thäsler gegen die zur offenen Manndeckung übergegangenen Hammer auf 24:20 erhöhte, schien das Pokalspiel zu Gunsten der HSG entschieden - was sollte in den verbleibenden knapp vier Minuten noch passieren?

Doch dann ging es ganz schnell. Im Gefühl des sicheren Sieges wurden die Schwerter leichtsinnig anstatt die Partie cool über die Bühne zu bringen. Hamm glich in Windeseile zum 24:24 aus - 1:45 Minuten vor Schluss. Zu allem Überfluss legte Co-Trainer Henning Becker dann die grüne Karte für eine Auszeit auf den Zeitnehmertisch, als Henrik Ciomber gerade freie Bahn hatte - unglücklich. 76 Sekunden waren es noch bei dieser Auszeit. Thäsler, der vorher gut gespielt hatte, übernahm die Verantwortung, warf aber vorbei.

"Keule" macht alle Pokalträume zunichte

Ein letztes Mal wurde die Zeit angehalten - sechs Sekunden und Ballbesitz. Hamm stellte einen Freiwurfblock für den Rückraum-Hünen Wesseling, der dann auch zum wiederholten Mal seine "Keule" auspackte und mit dem Treffer zum 25:24-Endstand alle HSG-Pokalträume platzen ließ.

Da war es dann letztlich nur ein schwacher Trost, dass in den 60 Minuten zuvor von einem Klassenunterschied nichts zu sehen war. Die HSG, mit dem starken Quass zwischen den Pfosten und dem wieselflinken und trickreichen Dennisov auf dem linken Flügel, lag im gesamten Spiel kein einziges Mal in Rückstand.

Schludrige Schlussminuten kosteten den Sieg

Auch den frühen Ausfall von Sebastian Lingstädt, der nach zehn Minuten hart getroffen und mit blutiger Nase vom Parkett geführt werden musste, steckten die Schwerter weg und hatten während der gesamten zweiten Halbzeit ständig mit drei oder vier Toren die Nase vorn - bis zum 24:20.

So war es dann aus Sicht der HSG-Anhänger jammerschade, dass sich die Mannschaft mit ihren schludrigen Schlussminuten selbst um den Lohn ihrer Mühen brachte.

Schwerte-Westhofen : Mischa Quass, Matthias Zankl, Niclas Kohl (4), Sven Sieland (2), Dominik Thäsler (4), Jan Sczimarowski (6/1), Henrik Ciomber, Sebastian Ablas (1), Sebastian Lingstädt (1), Timm Höntsch, Alexandr Dennisov (4 ), Nils Krefter, Jens Klostermann (2), Damian Cunnett.

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