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Handball: TV Werne ehrte Paul Rennhak mit einem Altherrenturnier

KREISGEBIET Der Handball in Werne und Umgebung ist mit einem Namen verbunden: Paul Rennhak. Im Herbst feierte der frühere Bäckermeister seinen 80. Geburtstag . Zu Ehren des langjährigen Mitglieds veranstaltete der TV Werne jetzt ein Altherrenturnier.

von Von Heinz Krampe

, 01.02.2008

20. Oktober 1927 steht in seinem Spielerpass. Sechzig Jahre davon gehörten dem Handball. "Als ich damals aus der Gefangenschaft kam, habe ich mich den Handballern des TV Werne angeschlossen und bin dabei geblieben", verrät der Jubilar. Aus diesem Anlass veranstaltete der TV Werne ein Altherren-Turnier. Fünf Mannschaften aus der Umgebung nahmen daran teil.

Obwohl der gelernte Bäcker schon lange nicht mehr in der Backstube steht, erschien er im Bäckerkittel und mit einem Korb voller Brot. Für viele Handballer im Kreis bringt das Erinnerungen an frühere Zeiten. Wenn Rennhak mit seinem Bäckerwagen unterwegs war, kreuzte er vor einem Platz oder einer Halle auf, wechselte seine Kleidung mit der eines Schiedsrichters und pfiff mal eben ein Spiel und dann ging es weiter. Seit 1969 ist er als Schiedsrichter tätig. Diesem zweiten Handball-Hobby ist er bis heute treu geblieben.

Rote Karte gezeigt

Auch beim Turnier am Sonntag überraschte Rennhak. Beim ersten Spiel des Turnieres gegen TuRa Bergkamen griff der Oldie selbst ein, die ersten siebeneinhalb Minuten als Schiedsrichter, die zweiten als Spieler, bis ihm ein "böses Foul" unterlief und Schiedsrichter Franz-Josef Krampe die rote Karte zeigte und das Werner Urgestein auf die Tribüne verband. Nach dem Spiel drehte Rennhak eine Ehrenrunde auf einem Kettcar durch die Halle.

Danach war Händeschütteln angesagt, denn viele alte Weggefährten waren da, da Mannschaften aus Lünen, Overberge, Bergkamen und Werne starteten. An Erinnerungen und Anekdoten mangelte es dabei nicht. TV Wernes Vorsitzender Rolf Strohmenger, viele Jahre ebenfalls Handballer, gab eine Geschichte zum Besten, die an Bork erinnert.

Heimspiele in Bork

"Da haben wir beim Duschen überlegt, ob man nicht auch die Strecke im Rückwärtsgang nach Werne fahren kann", erinnert sich Rolf Strohmenger. Für Rennhak war das keine Frage. Er fuhr die gesamte Strecke rückwärts, heute undenkbar, aber typisch für Rennhak. Die Werner haben übrigens viele Jahre ihre Heimspiele in Bork ausgetragen, ehe die Linderthalle gebaut wurde.

Ehrenschiedsrichter

Es gab bereits viele Ehrungen im Laufe der sechs Jahrzehnte für ihn, aber eine fehlte noch. Für seine Verdienste um den Handballsport hatte Helmut Hubeny, Kreisvorsitzender des Handballkreises Hellweg, noch eine besondere Auszeichnung bereit. Er ernannte den Werner zum Ehrenschiedsrichter des Kreises Hellweg. Für Paul Rennhak ist die Auszeichnung noch lange kein Grund aufzuhören: Auf Kreisebene will er weitermachen.

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