Fund bei Löscharbeiten: Vater soll Kleinkind getötet haben

Polizei ermittelt

Hat ein 33-Jähriger erst sein Kind getötet, dann die Wohnung angezündet und wollte sich anschließend umbringen? Die Polizei versucht momentan Klarheit in Geschehnisse von Lennestadt zu bringen.

Lennestadt

05.05.2020, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach dem Löschen eines Wohnungsbrands hat die Feuerwehr in dem Haus in Lennestadt ein lebloses Kleinkind entdeckt.

Nach dem Löschen eines Wohnungsbrands hat die Feuerwehr in dem Haus in Lennestadt ein lebloses Kleinkind entdeckt. © picture alliance/dpa

Das am Sonntag bei einem Wohnungsbrand in Lennestadt leblos gefundene Kleinkind soll von seinem Vater getötet worden sein. Der dreieinhalb Jahre alte Junge sei laut Obduktionsergebnis an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Sein 33-jähriger Vater stehe im Verdacht, den Sohn getötet und dann in der Wohnung Feuer gelegt zu haben. Anschließend sei er aus dem Fenster gesprungen, mutmaßlich um sich selbst zu töten. Die Einsatzkräfte hatten den Mann lebensgefährlich verletzt vor dem Haus gefunden.

Jetzt lesen

Noch keine Erkenntnisse zum Motiv

Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Er liege weiterhin im Koma, so die Ermittler am Dienstag. Das Kind habe sich nur für einen kürzeren Besuch bei dem Vater aufgehalten. Erkenntnisse zum Motiv liegen laut Polizei bislang noch nicht vor.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl für den Mann. Das Feuer war am Sonntag in der Wohnung in Lennestadt im Kreis Olpe ausgebrochen. Die Feuerwehrleute hatten den Jungen bei den Löscharbeiten entdeckt.

dpa

Lesen Sie jetzt