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Chor entführt in Welt der Kirchenmusik

Heek Besinnliche Stimmung im Trubel der närrischen Tage fanden rund 120 Besucher des Konzertes am Sonntag in St. Ludgerus. Zu Gast war der Kammerchor "Capella Paderbornensis" unter der Leitung von Theodor Holthoff, Domkapellmeister am Hohen Dom zu Paderborn.

05.02.2008

Chor entführt in Welt der Kirchenmusik

<p>Tommie Ros untertützte an der Gitarre Meisel-Kemper</p>

Christian Hubert an der Orgel, Kirchenmusiker der Gemeinde Heilig Kreuz, und Tommie Ros an der Gitarre, wie Hubert seit 2005 Student am ArtEZ-Conservatorium in Enschede, ergänzten die Schar der Musiker und Sänger. Zusammen spielten sie rein instrumental die Sonata a-moll von Tomasso Giordani, die mit kleinen Schönheitsfehlern in der Abstimmung der Tempi nicht ganz so begeisterte. Ros verzauberte das Publikum als Solist mit zwei Werken von Johann Sebastian Bach. Der Chor begeisterte durch Professionalität und Virtuosität. 18 Sänger des Chores brachten Anton Bruckners "Ave Maria" siebenstimmig zu Gehör - oder anders formuliert, fast jeder zweite Sänger hatte eine andere Stimme in der Ganzheit des Chorgesangs.

Es war nicht nur die Fähigkeit zur lupenreinen Mehrstimmigkeit des Gesangs, die begeisterte, sondern auch die Stärke der einzelnen Stimmen, unter denen sich bei den Männern die tieferen Bass-Tonlagen genauso profilierten wie der glockenhelle Sopran oder die warme Alt-Tonlage der Frauen. Unter Holthoffs Leitung entführten sie damit die Zuhörer in die Welt der Kirchenmusik auf hohem Niveau.

Da durfte auch das Kirchenlied "Wer bis an das Ende harrt" von Felix Mendelssohn-Bartholdy nicht fehlen. Allein schon die Kyrie aus der Missa "Qual è il piu grand amor" von Giovanni Pierluigi da Palestrina forderte als wunderschönes Beispiel polyphoner vokaler Kirchenmusik vom Ende des 16.Jahrhunderts äußerste Virtuosität und Sicherheit von allen Sängern. Der Kammerchor, der aus der Dommusik Paderborns hervorging und durch Auftritte in Rom, Venedig, Le Mans und Prag international auf sich aufmerksam machte, meisterte auch diese Hürde meisterhaft. Das Publikum war begeistert und wurde durch Zugaben zusätzlich belohnt. Elvira Meisel-Kemper

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