Heimatklänge aus Ungarn mit dem Instrument des Jahres

Dortmunder Philharmoniker

Mit „Heimat-Klängen“ aus Ungarn haben die Dortmunder Philharmoniker Dienstag und Mittwoch im Konzerthaus Dortmund die Philharmonische-Konzertreihe 2017 eröffnet. Und der Solist, ein Weltstar, machte den Dortmundern ein besonderes Kompliment.

11.01.2017, 00:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Albrecht Mayer, Solooboist der Berliner Philharmoniker, war der Solist im Philharmonischen Konzert. Im Februar kommt er zur "Ruhr-Residenz" der Berliner Philharmoniker zurück nach Dortmund und Essen.

Albrecht Mayer, Solooboist der Berliner Philharmoniker, war der Solist im Philharmonischen Konzert. Im Februar kommt er zur "Ruhr-Residenz" der Berliner Philharmoniker zurück nach Dortmund und Essen.

Da hörte man am Schluss in Bartóks „Konzert für Orchester“, wie gut sich die Philharmoniker entwickelt haben. In ihrem Jubiläumskonzert zum 125-jährigen Bestehen 2012 stand das Bartók-Werk, in dem die Instrumentengruppen des Orchesters die Solisten sind, zuletzt auf dem Programm.

Viel geschlossener und zupackender gespielt klang das jetzt. Gastdirigent war der 50-jährige Texaner John Axelrod, der schon in Kodálys „Tänzen aus Galanta“ eine gute Mischung aus Temperament und Präzision mit ans Pult brachte.

Berliner Philharmoniker

In Liszts zweiter Ungarischer Rhapsodie hätte er die Philharmoniker am Dienstag noch mehr in Schwung bringen können. Aber ein sehr schönes Violinsolo spielte Gast-Konzertmeister Daniel Bell, erster Konzertmeister der Essener Philharmoniker.

Der Solist des Abends war ein Star, der Solooboist der Berliner Philharmoniker, Albrecht Mayer. Wie passend, dass die Oboe zum „Instrument des Jahres“ gekürt wurde.  

Leiser Gesang vom "Lauten Holz"

Das „Laute Holz“ (Oboe) war jedoch im Konzert von Frigyes Hidas aus dem Jahr 1951 nicht gefragt; Mayer betonte die kammermusikalischen Strukturen der noch spätromantisch inspirierten Musik und sang den langsamen Satz auf dem Doppelrohrblatt mit langem Atem wunderschön aus. Gelegenheit aufzutrumpfen, hat der Solist in dem Werk nicht, wohl aber, um virtuose Brillanz zu zeigen.

Zwei Zugaben von Bach und ein Kompliment, das das Publikum am Vorabend der Elbphilharmonie-Eröffnung sehr gerne hörte, schenkte Mayer den Dortmundern: „Sie haben hier einen der schönsten Konzertsäle in Europa.“

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