Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ortsumgehung: Vor 2011 passiert nichts

HERBERN Wie denkt die Herberner Bevölkerung über eine Ortsumgehung? Ist sie dafür oder dagegen? Diese Fragen stellte am Samstag die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) auf dem Parkplatz des Supermarkts.

von Von Dominik Gumprich

, 04.02.2008
Ortsumgehung: Vor 2011 passiert nichts

Die rote Linie auf der Karte ist eine der Möglichkeiten, den Verkehr um Herbern herumzuführen, wie die UWG informierte.

"Wir wollten den Leuten überhaupt erst einmal Informationen an die Hand geben und erforschen, wie die Bürger denken", so Dr. Kai Habersaat. Die UWG selbst sei noch im "Findungsprozess", doch es mehrten sich die Stimmen gegen eine westliche Umgehung. Wenn eine Umgehung, so Habersaat weiter, dann plädiere die UWG für eine östlich verlaufende Straße, die durchs Gewerbegebiet führe.

In einem Fragebogen suchte die UWG die Meinung der Bürger. Dazu waren mehrere Punkte vorgegeben, die "für" ("Entlastung des Ortskern", "Schadstoffe und Lärm im Ortskern werdene reduziert") oder "gegen" ("Durch Zerschneidung der Landschaft sinkt der Naherholungswert", "Umsatzeinbußen bei Gewerbetreibenden durch Wegfall des Durchgangsverkehrs").

Ortsumgehung hat Dringlichkeitsstufe 1

In einem Infoblatt erläuterte die UWG den formalen Weg von der ersten Planung einer Landes- oder Bundesstraße bis zu deren Fertigstellung. So gehöre die Ortsumgehung Herbern in die Dringlichkeitsstufe 1, könne aber wegen fehlender Planungen nicht vor dem Jahr 2011 begonnen werden. In einer zweiten Stufe geht es um die Streckenführung, hier können sechs Institutionen (darunter die Gemeinde) eine Linie vorschlagen.

 In einer Versammlung wird der Plan dann den Bürgern vorgestellt. Das gesammelte Material geht ans Ministerium, das letztlich über die Streckenführung entscheide. In der anschließenden Planfeststellung wird aus dem Entwurf ein echter Plan, d.h. die Strecke wird genau festgelegt. In einem Anhörungsverfahren können Einwendungen, Anregungen und Stellungnahmen eingereicht werden. Erst wenn ein "bestandskräftiger Plan" entstanden ist, wird die Maßnahme ausgeschrieben.

Lesen Sie jetzt