Hilfe aus dem Kreis Borken für Geflüchtete in Moria auf Lesbos

hzTHW-Hilfsgütertransport

Helfer des THW aus dem Kreis Borken haben sich mit einem Lkw auf den Weg nach Griechenland gebracht. Sie bringen Hilfsgüter, die für die obdachlosen geflüchteten aus dem Lage Moria sind.

von Horst Andresen

Borken

, 16.09.2020, 14:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Kreis Borken sind zurzeit mit einem 40-Tonner auf dem Weg nach Athen: Sie bringen Hilfsgüter nach Griechenland, die für die Flüchtlinge auf der Insel Lesbos bestimmt sind. Dort ist, wie berichtet, in der vorigen Woche ein Lager komplett ausgebrannt.

Hilfeersuchen der Europäischen Union

Zwei Helfer der THW-Ortsverbände Borken/Bocholt und Ahaus fahren den Laster, teilte Bocholts THW-Chef Jan-Bernd Haas auf Anfrage mit. Die Namen der Männer würden aus persönlichen Gründen vor dem Einsatz nicht genannt: Zu oft seien Helfer kontaktiert worden, auch von Privatleuten. Die beiden THW-Fahrer sind mit dem Lkw, der im niederländischen Venlo beladen wurde, auf dem Weg nach Italien. Dort könne eine Fähre Richtung Griechenland genutzt werden. Zielpunkt ist Athen, wo die griechische Regierung die Hilfsgütertransporte koordinieren wolle.

Einsatz dauert eine Woche

Das THW sei aufgrund eines Hilfeersuchens der Europäischen Union aktiv geworden. Im Auftrag der Bundesregierung befördert sie unter anderem Zelte, Feldbetten, Isomatten und Schlafsäcke für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Dort waren 12.600 Flüchtlinge über Nacht ohne Obdach. 1500 sollen offenbar nach Deutschland geflogen werden.

„Der Einsatz der THW-Einsatzkräfte wird voraussichtlich eine Woche dauern“, berichtete Jan-Bernd Haas.

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