Hochgiftige Mamba oder ungefährliche Strauchnatter - Schlange sorgte für Straßensperrung

Feuerwehr

Eine Spaziergängerin entdeckte die grüne Schlange und rief die Feuerwehr. Diese musste mit Hilfe des Terrazoos erstmal herausfinden, um welche Schlangenart es sich handelt.

Essen

01.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Schlange hat für eine Straßensperre gesorgt.

Eine Schlange hat für eine Straßensperre gesorgt. (Symbolbild) © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Gegen 15:40 Uhr meldete eine Passantin die ihren Hund auf der Radtrasse zwischen der Rheinischen Bahn und Borbeck ausführte der Leitstelle der Feuerwehr Essen eine hellgrüne Schlange die sich über den Rad- und Fußweg schlängelte.

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte hatte es sich die Schlange in cirka einem Meter Höhe auf einem Baum gemütlich gemacht. Sie war hellgrün, ungefähr 1,5m lang und hatte einen Durchmesser von 4-5 Zentimetern. Da es sich hier augenscheinlich nicht um eine heimische Schlange handelte wurde der Terrazoo in Rheinberg um Hilfe gebeten.

Es handelt sich um die ungiftige Variante

Mit Hilfe einer Handykamera erstellten die Kräfte vor Ort ein Bild und mailten es den Spezialisten. Nach der Beurteilung des Bildes konnte nicht mit ausreichender Sicherheit die Art der Schlange ermittelt werden. Nach Einschätzung der Fachleute kamen zwei Schlangenarten in die nähere Auswahl: eine hochgiftige grüne Mamba oder eine ungefährliche grüne Strauchnatter.

Daraufhin wurde nach Absprache mit den Mitarbeitern des Terrazoos der Aufenthaltsort der Schlange weiträumig abgesperrt und der Zoo entsandte zwei Mitarbeiter zum Einsatzort. Nach deren Eintreffen konnte das Tier schnell eingefangen werden. Bei der näheren Betrachtung stellte sich dann schnell heraus, dass es sich um die ungiftige Variante handelt: eine vietnamesische grüne Strauchnatter.

Der Umgang mit Gefahrtieren gehört für die Berufsfeuerwehr zur Ausbildung

Da diese Tierart - wie der Name schon vermuten lässt - hier in Essen nicht heimisch ist nahmen die Spezialisten die Schlange mit nach Rheinberg um ihr hier eine artgerechte Bleibe zu geben.

Zur Information: Seit einigen Jahren besuchen angehende Essener Berufsfeuerwehrleute in ihrer Ausbildungszeit den Terrazoo in Rheinberg um hier einen ersten Einblick in die Erkennung und den Umgang mit Gefahrtieren wie z.B. Schlangen zu bekommen.

dpa

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