Hochwasser in NRW - „Der Rhein wird sein Bett verlassen“

Regen und Schneeschmelze

Tau- und Regenwetter lassen den Pegel des Rheins steigen. Auch kleinere Flüsse könnten an diesem Wochenende ausufern.

Köln

29.01.2021, 11:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Arbeiter bauen Schutzwände vor einem Wohnhaus am Rheinufer im Stadtteil Rodenkirchen auf. Der Rhein könnte am Wochenende wegen Tauwetters und Regens am Kölner Pegel die erste Hochwassermarke überschreiten.

Arbeiter bauen Schutzwände vor einem Wohnhaus am Rheinufer im Stadtteil Rodenkirchen auf. Der Rhein könnte am Wochenende wegen Tauwetters und Regens am Kölner Pegel die erste Hochwassermarke überschreiten. © picture alliance/dpa

Die Pegel steigen und im Uferbereich kann es Überschwemmungen geben: Geschmolzener Schnee und der jüngste Regen sorgen zum Wochenende für Rhein-Hochwasser in NRW, und auch kleinere Flüsse sind betroffen. „Der Rhein wird sein Bett verlassen“, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesumweltamtes (Lanuv), Bernd Mehlig, am Freitag.

Besorgniserregende Entwicklungen würden derzeit allerdings nicht erwartet. Am Rhein liegende Städte wie Köln und Leverkusen bereiteten sich mit Schutzmaßnahmen auf das Hochwasser vor. In der Domstadt wurde erwartet, dass der stark steigende Pegel bis Samstagmorgen auf 5,80 Meter klettert und in der Nacht auf Sonntag auf rund 7 Meter, wie die Stadtentwässerungsbetriebe mitteilten.

Kleine Flüsse können ebenfalls ausufern

Ab der Marke 6,2 Meter am Kölner Pegel wird die Schifffahrt dort eingeschränkt. Schiffe müssen langsamer und in der Mitte fahren, damit größere Wellen vermieden werden. Ab dem Pegel 8,30 Meter wird die Schifffahrt komplett gestoppt. Laut einer Übersicht des Lanuv war es am Freitag bereits möglich, dass mehrere kleine Flüsse ausuferten und zum Beispiel Straßen oder Wiesen in der Nähe überfluteten. Entsprechende Wasserstände wurden etwa von der Sieg, der Agger und der Rur bei Monschau gemeldet.

dpa

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