IWF gewährt 25 Staaten wegen Corona-Krise Schuldenerlass

Coronavirus

Den 25 ärmsten Ländern der Welt werden wegen der Corona-Krise ein Teil ihrer Schulden erlassen. Sie müssten im nächsten halben Jahr nichts an den Internationalen Währungsfond zahlen.

New York

14.04.2020, 09:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von den 25 ärmsten Staaten liegen 19 in Afrika.

Von den 25 ärmsten Staaten liegen 19 in Afrika. © picture alliance/dpa

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erlässt 25 der weltweit ärmsten Länder wegen der Corona-Krise einen Teil ihrer Schulden. In den kommenden sechs Monaten müssten die betroffenen Länder ihre Schulden beim IWF nicht zurückzahlen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva nach einer Sitzung des Exekutivrats am Montag.

500 Millionen Dollar aus dem neuen Katastrophenfonds des IWF seien bereitgestellt worden, um die Zahlungen für diese Länder abzudecken. Das solle ihnen ermöglichen, ihre ohnehin geringen finanziellen Ressourcen unter anderem für medizinische Zwecke zu nutzen, sagte Georgieva.

Großbritannien sagte 185 Millionen Dollar zu

Betroffen sind Afghanistan, Tadschikistan Jemen, Nepal, Haiti und die Salomonen sowie die 19 afrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, die Komoren, Kongo, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Niger, Ruanda, São Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Togo, der Tschad und die Zentralafrikanische Republik.

Georgieva sagte, Großbritannien habe zuletzt 185 Millionen Dollar für den Katasatrophen- und Hilfsfond zugesagt, Japan 100 Millionen. Sie rief auch andere Geldgeber auf, ihren Beitrag zu leisten.