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Kanu: Jens Ewalds Countdown für Peking läuft

SCHWERTE Der Countdown für Olympia in Peking läuft. Das weiß auch der Schwerter Kanuslalom-Spezialist Jens Ewald, der am kommenden Sonntag zu einer weiten Reise aufbricht.

von Von Daniel Rademacher

, 10.02.2008
Kanu: Jens Ewalds Countdown für Peking läuft

Jens Ewald, Olympiateilnehmer 2004 in Athen, will auch in Peking an den Sommerspielen teilnehmen. Am Sonntag geht's zur Vorbereitung für vier Wochen nach Australien.

Im australischen Penrith nahe Sydney will sich der 24-Jährige während eines vierwöchigen Warmwasser-Trainingslagers das nötige Rüstzeug holen, um den anstrengenden Qualifikationsmarathon erfolgreich zu bestehen. Anders als KVS-Vereinskollegin Ariane Herde, die ihr Ticket für das niederländische Team bereits gebucht hat und sich derzeit zum Training in Südafrika befindet, steht Ewald noch am Beginn der Qualifikation.

Nur ein Startplatz für deutsche Slalomkanuten

Aus Sicht eines deutschen Slalomkanuten ist die Qualifikation für die Sommerspiele im "Reich der Mitte" schon so etwas wie ein Lottogewinn. Denn pro Disziplin gibt es für die Deutschen nur einen einzigen Startplatz - angesichts der ungeheuren Leistungsdichte im deutschen Kanusport dürfte klar sein, was für ein Wind bei den entscheidenden Rennen in Augsburg und Leipzig Ende April/Anfang Mai wehen wird.

Grund genug für Jens Ewald, die Vorbereitung besonders ernst zu nehmen. "Die Infrastruktur in Australien ist für Warmwassertraining einfach bestens geeignet", findet der Olympia-Teilnehmer von 2004. Und er weiß, wovon er spricht, ist der Aufenthalt dort doch bereits sein dritter "down under". Die deutsche Kanuslalom-Nationalmannschaft, der Ewald derzeit nicht angehört, befindet sich ebenfalls in Penrith, dem Austragungsort der olympischen Kanu-Wettbewerbe von 2000.

Ewald wird während der vier Wochen nach eigenen Worten aber vor allem mit anderen Nationen trainieren müssen, darunter auch niederländische Fahrer. Denn das deutsche Team wird in Kürze seine Zelte abbrechen und die Rückreise antreten. Bei seinem Trip wird er vom Förderverein des KVS unterstützt.

"Knallhartes Training"

Neben dem "knallharten Training", das laut Ewald in Australien auf dem Programm stehen wird, geht es für ihn auch um Wettkampfpraxis. So will der Schwerter am letzten Lehrgangswochenende auch bei einem internationalen Wettkampf an den Start gehen.

Auf die Frage, welche Chancen er sich mit Blick auf die "Quali" ausrechne, gibt sich Jens Ewald ebenso optimistisch wie realistisch: "Es gibt sechs bis sieben Leute, die es schaffen können. Es kann aber wohl keiner behaupten, dass er die besten Chancen habe. Ich fühle mich fit und möchte es schaffen."

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