Kindertagesstätten und Tagespflege schränken Kontakte ein soweit es geht

Corona-Pandemie

Das Kreisjugendamt bittet Eltern um Verständnis für Einschränkungen in den Kitas. Gemeinsames Ziel sei es, Infektionen zu vermeiden und die Kitas offenzuhalten.

Kreis Borken

27.11.2020, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
In den Kindertagesstätten und Tagespflegestellen sollen Kontakte im Moment so weit es geht vermieden werden.

In den Kindertagesstätten und Tagespflegestellen sollen Kontakte im Moment so weit es geht vermieden werden. © dpa

Gerade in dieser Zeit würden in den Kitas und der Kindertagespflege im Kreis Borken normalerweise Bastelaktionen mit Eltern, Martins- und Nikolausumzüge und Weihnachtsfeiern stattfinden. Wegen den aktuell geltenden Vorgaben müssen die nun allerdings ausfallen. Darauf weist der Kreis Borken in einer Pressemitteilung hin. Auch darüber hinaus müsse der Kontakt der Eltern mit den Erzieherinnen und Erziehern auf ein Minimum reduziert werden. Eltern seien aufgerufen, ihre Kinder schon vor der Tür zu verabschieden.

Gruppen werden wenn möglich strikt getrennt

Wo es möglich ist, werden einzelne Gruppen strikt getrennt. „Wir können verstehen, dass das für viele Eltern eine sehr schwierige und unbefriedigende Situation ist und sie sich sogar im Wortsinne ‚außen vor‘ fühlen“, sagt Brigitte Watermeier, Leiterin des Fachbereiches Jugend und Familie des Kreises Borken. „Gerade das Gespräch mit den Erzieherinnen und Erziehern hat für sie normalerweise einen hohen Stellenwert.“

Dennoch bittet das Kreisjugendamt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfeplanung für die Tagesbetreuung, der Arbeitsgemeinschaft der Kitas, ihrer Träger sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Kindertagespflege um Verständnis für die Maßnahmen. „All dies tun die Kitas und Tagespflegestellen aus einem einzigen Grund: Um Infektionen zu vermeiden und somit geöffnet bleiben zu können“, unterstreicht Raphaela Südfeld, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft.

„Kitas halten Eltern den Rücken frei“

„Die Kitas und Tagespflegestellen treffen die Maßnahmen damit im Interesse der Eltern: Sie halten so vor allem den Berufstätigen den Rücken frei“, ergänzt die Fachbereichsleiterin für Kindertagespflege beim SkF Ahaus-Vreden. Alle Träger im Kreis seien sich einig, ihre Kitas und Tagespflegestellen vor Heiligabend nicht generell schließen zu wollen, um die Eltern auch in dieser Zeit zu entlasten.

Durch die vom Kreis Borken empfohlenen Maßnahmen, wie beispielsweise eine Trennung von Gruppen, wo es möglich ist, sei es bislang in den meisten Fällen gelungen, die Schließung ganzer Einrichtungen zu vermeiden. So wurde oftmals nur für einzelne Gruppen eine Quarantäne ausgesprochen und nur selten für alle Kinder einer Einrichtung.

Personalsituation erschwert Arbeit

Zusätzlich erschwere auch die angespannte Personalsituation die Arbeit der Kitas, erklärt Raphaela Südfeld. Aus Vorsicht seien Erzieherinnen und Erzieher bei Erkältungssymptomen zurzeit häufig länger krankgeschrieben, als dies unter normalen Umständen der Fall wäre. Auch deswegen werden möglichst Alternativen zum persönlichen Kontakt gesucht, etwa virtuelle Elternbeiratssitzungen oder telefonische Elterngespräche.

Zum Bezirk des Kreisjugendamtes gehören alle Städte und Gemeinden im Kreis mit Ausnahme von Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau. Diese vier Städte verfügen über ein eigenes Jugendamt.

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