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Kaum ein Bus rollte durch Kirchhellen

KIRCHHELLEN "Wir sind heute extra früh aufgestanden." Lisa Kolbinger hatte sich mit ihrer Familie auf den Streik im Öffentlichen Personennahverkehr am Freitag vorbereitet.

von Von Yvonne Dziabel

, 22.02.2008

Die Schülerin aus Grafenwald wurden am Morgen von ihrer Mutter mit dem Auto zum Vestischen Gymnasium gebracht und nach dem Unterricht natürlich wieder abgeholt. Ihre Freundin Natalie Brenner durfte mitfahren, denn: "Mit dem Fahrrad wäre es zu weit gewesen."

Länger geschlafen

Auch ihre Schulkameraden Andreas Huber und Moritz Schoob aus Bottrop-Fuhlenbrock bildeten notgedrungen eine (Auto-)Fahrgemeinschaft. Denn ein Bus fuhr nicht. Doch den Taxi-Dienst von Moritz? Mutter nahmen die beiden Gymnasiasten gerne in Anspruch. Nicht nur, weil es ja viel bequemer ist, bis zum Schulhof gebracht zu werden. "Wir konnten sogar länger schlafen", grinste Andreas.

Nicht ganz so glücklich über den Streik war Stefanie Dauvermann. Die Bottroperin arbeitet nämlich in Kirchhellen. "Ich bin am Morgen zu spät gekommen, bin aber froh, dass die SB 16 zumindest teilweise fährt. Sonst hätte ich heute gefehlt", meinte sie. Nach Feierabend saß die junge Frau wieder an der Bushaltestelle Schulze-Delitzsch-Straße und hatte diesmal viel Geduld mitgebracht. Denn eigentlich sollte es zu einem Bekannten nach Essen gehen. "Ich weiß nicht, wann der Bus kommt, aber ich warte", schmunzelte sie.

Ein Taxi nehmen

Gewartet hatte auch eine Dame an der Bushaltestelle am Jugend-Kloster. "Ich muss nach Gladbeck zur Arbeit", erklärte sie. Vom Streik hatte sie bis dahin noch nichts mitbekommen und war deshalb ziemlich überrascht. "Dann werde ich jetzt wohl ein Taxi nehmen müssen, sonst kommt man hier ja nicht weg."

Auf diese Idee kamen gestern aber auch andere Bus-Passagiere. Taxi-Unternehmer Manfred Thesing hatte deshalb in Kirchhellen zwei Fahrzeuge mehr im Einsatz als gewöhnlich. Trotzdem gab es Wartezeiten für seine Kunden. "Die meisten Leute wollen zum Bahnhof-West nach Gladbeck oder zum Hauptbahnhof nach Bottrop", bestätigte er.

Denn die Züge fuhren diesmal planmäßig.

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