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Beseitigung der Raupen verzögert sich

Eichenprozessionsspinner breiten sich aus

Der Spielplatz in der Dorfheide ist wieder raupenfrei, doch die Raupen der Eichenprozessionsspinner haben sich auch an anderen Plätzen breitgemacht. Die Stadt kann momenten jedoch nichts dagegen unternhemen.

Kirchhellen

, 05.06.2018
Beseitigung der Raupen verzögert sich

Insbesondere die Brennhaare an den Raupen und Gespinsten sind eine Gefahrenquelle. Foto Kaminski

Dieses Jahr ist es besonders schlimm: Aufgrund des milden Frühlings haben zahlreiche Raupen des Eichenprozessionsspinners überlebt und sich an den heimischen Bäumen angesiedelt. Der Spielplatz zwischen Dorfheide und Eichenkamp wurde bereits von den Plagegeistern befreit, doch auch andere Stellen in Kirchhellen sind betroffen. Das ist nicht nur schädlich für die Bäume, sondern auch gefährlich für Menschen und Tiere.

Kirchhellener Stellen

Brabecker Weg 68, Brabecker Feld 28 und In der Bräuke 56 – das sind laut Stadt Bottrop die bisher gemeldeten Stellen in Kirchhellen mit Stand vom Freitag (1. Juni). Zudem haben Recherchen unserer Zeitung ergeben, dass sich auf dem Gehweg zwischen Pels- und Brentanostraße ebenfalls ein Nest befindet, das von der Stadt jedoch bereits abgesperrt wurde.

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„Entfernen können wir die Nester leider nicht, da uns das nötige Personal sowie die Geräte und Schutzanzüge fehlen“, erklärt Ulrich Schulze von der Stadt. „Wir können die Stellen daher nur kennzeichnen, absperren und warten, bis wir eine Fachfirma beauftragen können.“ Diese seien aber momentan nur „sehr schwer zu bekommen“.

Keine Schulschließungen

In Bottrop und Umgebung mussten bisher weder Schulen geschlossen noch Veranstaltungen abgesagt werden. „Im Vergleich zu angrenzenden Städten hält es sich bei uns noch in Grenzen“, so Schulze. In Velbert zum Beispiel durften dagegen am Dienstag rund 400 Grundschüler zu Hause bleiben, da auf dem Schulgelände 17 Bäume von den Raupen befallen waren.

Das Gefährliche sind die Brennhaare, die sich nicht nur an den Raupen selbst, sondern insbesondere an den Gespinsten befinden. Das dort enthaltene Nesselgift Thaumetopoein kann die Gesundheit der Menschen und Tiere stark gefährden. Die Brennhaare können durch den Wind weit transportiert werden, leicht in die Haut und Schleimhaut eindringen und sich dort dann mit kleinen Häkchen festsetzen. Bei Kontakt können Augenreizungen, Atembeschwerden und allergische Reaktionen auftreten.

Wie reagieren bei Kontakt?

„Wer mit den Raupenhaaren in Kontakt geraten ist, der sollte möglichst rasch duschen und die Haare waschen. Auch die Kleidung sollte gewechselt und gewaschen werden. Bei Hautausschlag, Atemnot oder anderen allergischen Reaktionen sollte der Arzt aufgesucht werden.“ So lautet die Mitteilung des Bundesamtes für Landwirtschaft.