Kitas sollen offen bleiben - trotzdem steigt die Zahl der coronabedingten Schließungen

Coronavirus

Immer häufiger müssen Kitas in NRW aus Gründen des Schutzes vor dem Coronavirus ganz oder teilweise schließen. Grundsätzlich sollen sie aber geöffnet bleiben, betonte der Familienminister.

Düsseldorf

29.10.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Oktober mussten 173 Kitas in NRW coronabedingt schließen.

Im Oktober mussten 173 Kitas in NRW coronabedingt schließen. © picture alliance/dpa

Die coronabedingten vorübergehenden Schließungen von Kindertagesstätten sind deutlich gestiegen. Nach 107 Schließungen aus Gründen des Infektionsschutzes im September seien es im Oktober bislang 173 gewesen, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Hinzu kämen 147 Teilschließungen im September und bislang 185 im Oktober.

Die Kita-Betreuung sei „mehr als systemrelevant“, sagte Stamp. Die Kitas sollten daher geöffnet bleiben. Eine Herausforderung bleibe die Personalsituation in den Kitas. Im September seien 219 Mal Unterbesetzungen angezeigt worden. Das Land fördere deswegen die Einstellung von Kita-Helfern. Dafür seien 7800 Anträge einschließlich Aufstockungen eingegangen.

Drei kostenlose Corona-Tests bis zu den Weihnachtsferien

Bis zu den Winterferien sollen die Beschäftigten in den Kitas maximal drei Corona-Tests kostenlos in Anspruch nehmen können. Die SPD kritisierte dies als zu wenig, da die Beschäftigten dort keinen Abstand halten könnten. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft GEW, Maike Finnern, verlangte, das Arbeitsschutzgesetz in den Kitas umzusetzen.

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Es müssten individuelle Gefährdungsbeurteilungen erstellt und deren Empfehlungen eingehalten werden, um die Beschäftigten zu schützen. Jede Kita brauche passgenaue und wirksame Hygienepläne. Zudem müssten Betriebsmediziner die Risikogruppen bei den Beschäftigten beraten und im Einzelfall von der Arbeit in der Kita freistellen. „In Einrichtungen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ein Betrieb der Kita nicht zu verantworten“, betonte Finnern.

dpa

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