Koks ist kein Zucker: Festnahmen nach Polizeikontrollen in der Dortmunder Nordstadt

Straßenkriminalität

Bei einem Schwerpunkteinsatz gegen Clan- und Bandenkriminalität in der Dortmunder Nordstadt hat die Polizei trotz manch „guter Ausrede“ mehrere Verdächtige festgenommen.

Nordstadt

, 08.10.2019, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Koks ist kein Zucker: Festnahmen nach Polizeikontrollen in der Dortmunder Nordstadt

Bei Polizeikontrollen in der Nordstadt gab es mehrere Festnahmen. © Foto (Archiv)

Am Montagnachmittag und Montagabend (7.10.) war die Dortmunder Polizei in der Nordstadt unterwegs, um dort gezielt gegen Straftäter vorzugehen. Was in den Einsätzen passiert ist:

  • 16 Uhr: Am Nordmarkt überprüfen Polizisten einen Mann, der dort mehrfach als Drogenhändler aufgefallen ist. Sie entdecken bei ihm eine vermutlich mit Kokain gefüllte Tüte - der 44-Jährige gibt jedoch an, „dass es sich dabei lediglich um Zucker handeln würde.“ Weil gegen den Tatverdächtigen bereits ein Haftbefehl vorliegt, zweifeln die Beamten die „Zucker-Variante“ jedoch stark an.

    Drogenversteck mit acht „Verkaufseinheiten“

  • 18.49 Uhr: Polizisten ermitteln verdeckt auf der Münsterstraße und der Mallinckrodtstraße, da Nordafrikaner auf einem über diese Straßen zu erreichenden Platz verstärkt mit Drogen handeln. Das Team der Nordstadt-Wache beobachtet einen „Deal“ und nimmt kurz darauf einen 19-jährigen mutmaßlichen Drogenhändler fest. Dabei entdecken die Einsatzkräfte außerdem ein Drogenversteck mit acht „Verkaufseinheiten“ und beschlagnahmen das Bargeld und das Mobiltelefon des Mannes.

    Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

  • 19.50 Uhr: Kontrolle in einem Café an der Wambeler Straße. Der Notausgang ist nicht gekennzeichnet, das ausgehängte Jugendschutzgesetz ist veraltet, der Feuerlöscher ist zuletzt vor 15 Jahren überprüft worden. Die Gewerbeaufsicht erhält einen Kontrollbericht.
  • 20.30 Uhr: Kontrolle in einem Café im Schleswiger Viertel. „17 von 17 Gästen sind der Kriminalpolizei bereits bekannt“, heißt es in dem Polizeibericht. Gegen einen von ihnen hätten bereits zwei Haftbefehle vorgelegen. Doch er hat Glück: „Der 28-Jährige kann zwei bisher nicht geleistete Geldbußen bezahlen und die Erzwingungshaft vermeiden“, so die Polizei.
  • 21.58 Uhr: Zurück auf dem Nordmarkt. Polizisten überprüfen eine 22-jährige Frau ohne festen Wohnsitz. Auch gegen sie liegt ein Haftbefehl vor. Sie wird ebenfalls in Polizeigewahrsam eingeliefert.

    Zum Hintergrund der Kontrollen erklärt die Polizei: „Um die Sicherheit in einzelnen Bereichen zu erhöhen und gezielt gegen Straftäter vorzugehen, hat die Polizei einen behördenstrategischen Schwerpunkt gebildet. Dafür ist sie täglich im Einsatz.“ An größeren Einsätzen würden - auch in Zukunft - Ordnungsamt, Zoll und andere Behörden mitwirken. „Die Polizei blickt nicht nur auf Straftaten, sondern erkennt Erfolge und Fortschritte“, betont Pressesprecher Peter Bandermann. Durch Ermittlungen und Kontrollen decke die Polizei weiterhin viele Straftaten auf. „Aber die Zahl der Straftaten sinkt insgesamt, vor allem bei den Gewaltstraftaten“, so Bandermann.
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