Laschet: Dreiköpfige Familie dürfte nicht gemeinsam die Großeltern besuchen

Kontaktbeschränkung

Personen eines Hausstandes dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts treffen. Die Regelung solle im privaten Bereich jedoch nicht kontrolliert werden.

Düsseldorf

05.01.2021, 20:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kontaktbeschränkungen im privaten Raum werden auch weiter eingeschränkt.

Eine 90-jährige Frau hält bei einem Verwandtenbesuch die Hand ihrer siebenjährigen Urenkelin. Aufgrund der gelockerten Maßnahmen um das Coronavirus sind Besuche im engeren Familienkreis in Bayern wieder möglich. © picture alliance/dpa

Die drastischen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten in Nordrhein-Westfalen im öffentlichen Raum und auch in den eigenen vier Wänden. Das machte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen deutlich. Künftig sind laut Bund-Länder-Beschluss private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Keine Kontrollen der Regelung

Die neue Kontaktregel bedeutet, dass etwa eine dreiköpfige Familie nicht gemeinsam die Großeltern besuchen darf. Und pflegebedürftige Eltern dürften nur von einem nicht zum Hausstand gehörenden Angehörigen besucht werden, sagte Laschet. Für private Zusammenkünfte gelte „ein Hausstand und eine weitere Person“.

Wie aber auch schon zu Weihnachten, werde im privaten Bereich nicht kontrolliert, sagte Laschet. „Wir haben Weihnachten die sehr gute Erfahrung gemacht, dass die Menschen sich daran gehalten haben, ohne dass die Polizei unter dem Weihnachtsbaum nachgezählt hat, wie viele Mitglieder da saßen.“

dpa