Kreuzfahrtschiff mit 7000 Passagieren in Quarantäne - leichte Entwarnung nach ersten Tests

Verdacht auf Lungenkrankheit

7000 Menschen sitzen am Donnerstag (31.1.) auf einem Kreuzfahrtschiff in Italien fest. Eine Touristin aus China weist Symptome der Coronavirus-Infektion auf. Das Schiff befindet sich in Quarantäne.

Rom

30.01.2020, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreuzfahrtschiff mit 7000 Passagieren in Quarantäne - leichte Entwarnung nach ersten Tests

Die Costa Smeralda. Wegen eines Verdachtsfalls auf das Coronavirus sitzen Tausende Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. © dpa

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus saßen am Donnerstag Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest.

Die ersten Tests deuten am Donnerstagabend dann auf Entwarnung hin: Wie das italienische Gesundheitsministerium bestätigte, ergaben erste medizinische Untersuchungen keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China. Man wolle aber noch weitere Resultate abwarten.

Insgesamt waren rund 7000 Menschen an Bord der „Costa Smeralda“. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, bestätigte ein Sprecher der Reederei.

Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Die Frau sei auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert worden. Die Ergebnisse eines Virustests wurden für den Nachmittag erwartet, ihr Mann habe kein Fieber. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

Tour führte nach Marseille, Barcelona, Palma de Mallorca

Das Ehepaar hat die Kreuzfahrt den Berichten nach in der Hafenstadt Savona in Ligurien begonnen. Das Schiff habe auf der regulären Tour durchs westliche Mittelmeer in Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca Station gemacht, bevor es Civitavecchia anlief. Von dort erkunden die Schiffsreisenden in der Regel die italienische Hauptstadt Rom. Italien ist ein bei Chinesen beliebtes Reiseland.

dpa/kar