„Kulturförderung mit Klauen und Zähnen verteidigen“

Lammert hielt Festrede

Wir brauchen Kultur, das ist keine Frage. Aber brauchen wir auch so viel und dann, wenn sie so teuer ist? Bundestagspräsident Norbert Lammert beantworte diese Fragen am Samstag beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Dortmunder Theater- und Konzertfreunde im Opernhaus Dortmund vehement und leidenschaftlich: "Ja, das brauchen wir. Dringender als manches andere, das sehr viel seltener infrage gestellt wird."

DORTMUND

, 11.01.2015, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundespräsident Norbert Lammert hielt die Festrede im Dortmunder Opernhaus.

Bundespräsident Norbert Lammert hielt die Festrede im Dortmunder Opernhaus.

80000 Bücher erschienen jedes Jahr, es gäbe 400 Bühnen in Deutschland und 130 professionelle Orchester. Bund, Länder und Gemeinden ließen sich das jährlich zehn Milliarden Euro kosten. Das seien aber nur 1,7 Prozent des Gesamthaushaltes, auf Theater und Konzerte entfalle nur 0,2 Prozent rechnete Lammert in seiner klugen Festrede vor.

Bedeutung ist zu groß

"Zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte ist das Budget zu klein und die Bedeutung von Kultur zu groß. Ich empfehle, die staatliche Förderung mit Klauen und Zähnen zu verteidigen", betonte der Präsident, der häufig zu Gast in den Kulturhäusern der Region ist.

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So feierten die Theater- und Konzertfreunde ihr 50-jähriges Bestehen

Wir brauchen Kultur, das ist keine Frage. Aber brauchen wir auch so viel und dann, wenn sie so teuer ist? Bundestagspräsident Norbert Lammert beantworte diese Fragen am Samstag beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Dortmunder Theater- und Konzertfreunde im Opernhaus Dortmund vehement und leidenschaftlich: "Ja, das brauchen wir. Dringender als manches andere, das sehr viel seltener infrage gestellt wird."
11.01.2015
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Bundestagspräsident Norbert Lammert hielt am Samstag eine Rede im Opernhaus Dortmund.© Foto: Oliver Schaper
35 Millionen Zuschauer in 100000 Theateraufführungen und 7000 Konzerten pro Jahr in Deutschland könnten sich zudem mit der Besucherzahl in deutschen Fußballstadien messen, so Lammert.© Foto: Oliver Schaper
Mit einem bunten Programm, das alle fünf Sparten des Theaters und das Konzerthaus gestalteten, feierte der mit 1400 Mitgliedern größte Kulturförderverein im ausverkauften Haus das Jubiläum.© Foto: Oliver Schaper
Monika Fotescu-Uta und Mark Radjapov lieferten eine tolle Show.© Foto: Oliver Schaper
Christiane Kohl, Ileana Mateescu, Ashley Thouret und Sangmin Lee bedankten sich beim Publikum.© Foto: Oliver Schaper
Gratulation: Bettina Pesch, Kay Voges, Jens-Daniel Herzog, Gabriel Feltz, Xin Peng Wang, Andreas Gruhn, Benedikt Stampa.© Foto: Oliver Schaper
Beeindruckend: Emily Newton und Chor Oper Dortmund.© Foto: Oliver Schaper
Bettina Lieder (Schauspiel Dortmund) wusste mit ihrem Charme zu überzeugen.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
Eindrücke vom Festakt im Dortmunder Opernhaus.© Foto: Oliver Schaper
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35 Millionen Zuschauer in 100000 Theateraufführungen und 7000 Konzerten pro Jahr in Deutschland könnten sich zudem mit der Besucherzahl in deutschen Fußballstadien messen. "Die Kunst- und Kulturlandschaft der Region gehört zu den Pfunden, mit denen das Ruhrgebiet wuchern kann. Kultur ist hier ein Kraftwerk, das wirtschaftliche Synergien erzeugt", so Lammert.

Goldene Hochzeit

Mit einem bunten Programm, das alle fünf Sparten des Theaters und das Konzerthaus gestalteten, feierte der mit 1400 Mitgliedern größte Kulturförderverein im ausverkauften Haus das Jubiläum, das Opernintendant Jens Daniel Herzog als "glückliche goldene Hochzeit" sieht.

Ein Gründungsmitglied des 1965, ein Jahr vor Wiedereröffnung des Opernhauses gegründeten Vereins war gekommen, das mit 95 Jahren älteste Mitglied und das mit 20 Jahren jüngste. Einer der Programm-Höhepunkte war das "Klassentreffen" mit Ehemaligen, den Sängern Sonja Borowski-Tudor, Susanne Schimmack, Norbert Schmittberg und Zelotes Toliver, dem Regisseur Heinz Lukas-Kindermann und den Dirigenten Anton Marik und Heinz Panzer.

Die 375 Seiten dicke Festschrift vom Vereinsvorsitzenden Michael Hoffmann ist als Theater-Almanach das Geschenk des Jubilars.

 

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