Lage auf Rettungsschiff spitzt sich zu - Italiens Häfen wegen Corona dicht

Seenotrettung

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ liegt mit 150 aus Seenot geretteten vor der Insel Lampedusa. Die Lage spitzt sich zu. Italien will das Schiff wegen der Corona-Pandemie nicht anlegen lassen.

Rom

10.04.2020, 10:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Lage auf dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ spitzt sich zu.

Die Lage auf dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ spitzt sich zu. © picture alliance/dpa

Die Lage auf dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ im Mittelmeer mit 150 Migranten an Bord spitzt sich zu, wie der Sprecher der Organisation Sea-Eye, Gorden Isler, am Donnerstag berichtete. Die Kapitänin Bärbel Beuse habe die italienische Rettungsleitstelle um Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff für das Schiff gebeten. Nach Islers Angaben befindet sich die „Alan Kurdi“ in der Nähe der Insel Lampedusa.

Das unter deutscher Flagge fahrende Schiff hatte die Migranten am Montag vor Libyen aufgenommen. Die Menschen könnten wegen des Platzmangels kaum schlafen, hieß es von den Helfern.

Italien sieht sich wegen Corona-Pandemie nicht als sicherer Hafen

Die „Alan Kurdi“ befindet sich in einer schwierigen Lage, nachdem Italien sich in der Corona-Krise nicht mehr als sicheren Hafen für Migranten ansieht. Vor der Krise hatte Rom immer wieder aus Seenot gerettete an Land gehen lassen. Die Regierung in Rom hat nun Deutschland zum Handeln im Fall der „Alan Kurdi“ aufgefordert. Die Bundesregierung sei für das Schiff verantwortlich, hatte das Verkehrsministerium am Mittwoch in Rom mitgeteilt. Italien argumentiert, dass man in der Gesundheitskrise die sanitäre Versorgung der Migranten nicht garantieren könne.

Die Bundesregierung bemüht sich nach Angaben aus Berlin um eine Abstimmung mit den Beteiligten, wie es am Mittwoch hieß.

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