Landwirtschaftsverband fordert Diskussion um wolfsfreie Gebiete in NRW

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Was Wölfe in der Region angeht, will sich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz nicht positionieren. Das Amt sieht sich als neutrale Schweiz in diesem Fall.

von Andreas Rentel

Raesfeld

, 05.08.2019, 18:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz will sich zur Petition für den Wolf nicht positionieren. Sprecher Wilhelm Deitermann sagt: Das Amt sei bei diesem Thema „die Schweiz“, also neutral.

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„Wenn sich die Anforderungen ändern, ändert sich auch das, was wir tun“, ergänzt er. Wie berichtet, haben zwei Schermbeckerinnen eine Petition gestartet, um den Schutz des Wolfes und die Interessen der Landwirtschaft zu kombinieren.

Beim Herdenschutz viel erreicht

Deitermann verweist auf die Fördermöglichkeiten für den Herdenschutz, die sich verbessert hätten. Die Schäfer und andere Tierhalter hätten dabei viel erreicht. „Anders geht es nicht als mit Geld“, stellt er fest.

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Im Wolfsgebiet Schermbeck gebe es eine besondere Betroffenheit, weil es in dem Bereich viele Schafhalter gebe. Deitermann verweist erneut darauf, dass „viele Bewertungsschritte“ nötig seien, um einen Wolf zu verbrämen oder zu schießen. „Die Hürden sind extrem hoch.“ Der Sprecher appelliert, „weiter am Herdenschutz zu arbeiten“. Er betont, das Landesamt habe beim Thema Wolf „keine tendenzielle Richtung“.

Landwirtschaftsverband teilt die Sorge

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband erklärt, dass er die Sorge der Tierhalter bei der Ansiedelung von Wölfen in der Region teile. Mit weiteren Tieren werde sich der Konflikt deutlich verschärfen. Daher fordert der Verband in einem Bündnis der Weidetierhalter eine „mutige Fortentwicklung“ beim Wolfsmanagement zum Schutz der Weidetierhaltung und unterstützende Maßnahmen. Die Beteiligten haben ein Forderungspapier verfasst.

Sie halten es für nötig, eine Diskussion über wolfsfreie Gebiete in NRW zu führen. Es zeige sich, dass die Nutztierrisse deutlich ansteigen. Die Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere wie Schafe drohten die Weidetierhalter vor unlösbare Probleme zu stellen, so der Verband. Deshalb sei über eine Ausweisung von Wolfsausschluss-Arealen zu diskutieren.

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