Umstrittenes Großkonzert: Vorverkauf startet - Laschet kritisiert Düsseldorfs OB Geisel

Coronavirus

Der Vorverkauf für das Großkonzert in Düsseldorf startet. Dafür gibt es Kritik: Ministerpräsident Laschet hält das Event „für kein gutes Signal“. Erteilt die Landesregierung ein Verbot?

Düsseldorf

11.08.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. © picture alliance/dpa

Für das in Düsseldorf geplante Konzert mit 13 000 Zuschauern hat am Dienstagvormittag der Vorverkauf begonnen. Der entsprechende Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“, bei dem unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, wurde online freigeschaltet. Das Konzert soll am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden.

Befreiungsschlag für Konzertbranche - Großkonzert hoch umstritten

Eine Entscheidung der Landesregierung über ein eventuelles Verbot wird für den heutigen Dienstag erwartet. Die Veranstaltung soll ein Befreiungsschlag für die darbende Konzertbranche sein, die schwer mit der Corona-Pandemie zu kämpfen hat. Zugleich ist sie aber umstritten.

Die Stadt Düsseldorf hat das Hygienekonzept abgesegnet, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag scharfe Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet.

Laschet wirft Oberbürgermeister Profilierungsversuche vor

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte, er halte das geplante Event „für kein gutes Signal“. Laschet wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. „Ich hätte hier etwas mehr Sensibilität vom Oberbürgermeister erwartet“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag, da die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“

Das Kabinett werde noch am Dienstag über die rechtlichen Rahmenbedingungen sprechen. Das Gesundheitsministerium hatte gegenüber der „Rheinischen Post“ eine Entscheidung für den gleichen Tag angekündigt.

dpa