Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeinsam zum Gewerbe

Legden/Ahaus Wann die ersten Bagger anrollen? Ungewiss! Wann sich die ersten Firmen ansiedeln? Noch offen! Wie viele neue Arbeitsplätze einmal geschaffen werden? Reine Kaffeesatzleserei! Fest steht aber seit Donnerstagabend, 21.32 Uhr: Der "Industriepark A 31 Legden-Ahaus" existiert - wenn auch erst einmal auf dem Papier.

15.02.2008

Gemeinsam zum Gewerbe

<p>Zum ersten Mal in der Kommunalgeschichte haben der Legdener und der Ahauser Rat zusammen getagt. Die Gremien stimmten für die Gründung des Zweckverbandes. </p>

50 Ratsmitglieder aus Ahaus und Legden hoben ihre Hand für die Gründung des gleichnamigen Zweckverbandes, fünf dagegen. Dieses deutliche Ergebnis der allerersten gemeinsamen Ratssitzung der beiden Nachbarkommunen täuscht über die zähe Diskussion hinweg, die der Abstimmung voran ging: Vor allem die öffentliche Äußerung des Grundstückseigentümers Clemens Baron von Oer, keinesfalls seine privaten Flächen im Plangebiet verkaufen zu wollen (Münsterland Zeitung berichtete), ließen die Ahauser Ratsmitgliedern zaudern.

"Wir nehmen die Sorgen der Grundstückseigentümer ernst und wollen eine einvernehmliche Lösung mit ihnen finden", betonte Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Bislang seien lediglich informelle Gespräche, aber noch keine eigentlichen Verhandlungen möglich gewesen. "Dafür fehlte uns bislang das Instrument: nämlich der Zweckverband."

Sein Ahauser Amtskollege Felix Büter sah sich durch die wiederholten Fragen nach der noch ungeklärten Grundstückssituation - insbesondere durch die Ahauser FDP, die Grünen und Teilen der UWG - persönlich angegriffen: "Wenn ich den Eindruck erzeugt habe, alles sei in trockenen Tüchern, möchte ich das relativieren. Ich habe aber nie Informationen vorenthalten", stellte er klar. Das bestätigte ihm ausgerechnet ein Vertreter der Opposition, SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Dönnebrink: "Wer fragt, erhält auch Antworten. Uns war deshalb nichts neu. Wir haben uns beim Bürgermeister erkundigt und sind umfassend informiert worden - das stand allen offen."

Auch der Vorsitzende der Ahauser Mehrheitsfraktion, Thomas Vortkamp, hatte kein Verständnis für seine zweifelnden Ratskollegen. Dem Antrag von Jürgen Görke (UWG Ahaus), die öffentliche Sitzung zu unterbrechen und eine nichtöffentliche Beratung dazwischen zu schieben - "wie sollen wir abstimmen, ohne die Grundstücksgrenzen zu kennen" - folgte er aber.

Nach den Gsprächen hinter verschlossenen Türen - die Legdener Kommunalpolitiker und die Zuhörer, darunter auch Baron von Oer, mussten vor dem Lindensaal der Hermannshöhe warten - fiel das positive Votum für das gemeinsame Gewerbegebiet. sy-