Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gutes Essen hat seinen Preis

Legden "Nudelauflauf!" Der Duft von Tomatensauce und überbackenem Käse empfängt gestern die 28 Mädchen und Jungen der Offenen Ganztagsschule (OGS)- zu ihrem ersten Mittagessen in dem gerade bezogenen Neubau. Was den Kindern gut schmeckt, schlägt manchen Kommunalpolitikern dagegen auf den Magen: Die selbst zubereiteten Mahlzeiten lassen die Kosten für die OGS in die Höhe steigen.

25.02.2008

Gutes Essen hat seinen Preis

<p>Am Wochenende sind die Kinder und Mitarbeiter der OGS aus dem Mietobjekt an der Weber-Straße (Foto) umgezogen in den Neubau an der Schule. Heisterborg</p>

"Als Ausschuss sollten wir Flagge zeigen und den Vorstoß des Trägervereins unterstützen, selbst gesunde Ernährung zuzubereiten", appelliert Martina Schrage (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur an die Adresse der Kritiker der Kostensteigerung - mit Erfolg. Bei einer Neinstimme und zwei Enthaltungen stimmt das Gremium dafür, die Mehrkosten zu tragen und gleichzeitig - zur Steigerung der Attraktivität der OGS - den Monatspreis für die Teilnahme von 50 auf 25 Euro zu halbieren (Münsterland Zeitung berichtete).

Personalkosten

Gleich ein ganzes Bündel an Argumenten habe für das Kochen vor Ort gesprochen, so Lenz. Zum einen befördere der leckere Duft aus den Töpfen eine behagliche Atmosphäre, zum anderen erführen die Kinder einiges über die Nahrungszubereitung - ein Wissen, das vielen inzwischen fehle -, und die pädagogischen Kräfte würden entlastet, die bei der Ausgabe des Mittagessens im größeren Maße beansprucht worden waren als im Vorfeld geplant. Und schließlich: "Der bisherige Lieferant des Mittagessens hatte eine deutliche Preiserhöhung angekündigt."

Der Legdener Beitrag zur vollwertigen Ernährung, "der längst nicht selbstverständlich ist", wie Schrage mit Blick auf andere Ganztagsschulen betont, hat seinen Preis: Die Neueinstellung einer ausgebildeten Familienpflegerin führte dazu, dass die Kosten nicht mehr im Bereich von 33 000 Euro liegen, wie ursprünglich kalkuliert, sondern nun bei rund 49 000 Euro pro Jahr, wie Schulamtsleiter Herbert Lenz den Politikern vorrechnet.

Für die UWG im Ausschuss ist diese Personalaufstockung lediglich ein weiteres Argument dafür, "dass die Verwaltung bei der OGS erschreckend plant: mal so, dann wieder anders", so Christoph Behrendt-Richter. Er nannte auch gleich ein Beispiel: "Erst plant die Gemeinde einen OGS-Neubau für drei Gruppen, dann nur noch für zwei" - und das sei immer noch zu viel. "Wir haben hier einen Bedarf für Acht-bis-Eins-Betreuung und nicht für Ganztagsschule", bringt es der Unabhängige auf den Punkt.

Das Gros des Ausschusses unterstützt dagegen die Arbeit der OGS. sy-

Lesen Sie jetzt