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Hand in Hand zur Fusion

Legden Die Heilige Margareta, Schutzpatronin der Asbecker Kirche, und ihre Legdener Kollegin Brigida fassen sich an die Hände und machen sich mit fliegenden Gewändern auf den Weg zu neuen Zielen - ohne dabei ihre durch zwei Asbecker Säulen symbolisierte mehr als 800 Jahre alte Tradition hinter sich zu lassen.

17.02.2008

Das neue, gemeinsame Pfarrsiegel der beiden katholischen Kirchengemeinden Legden und Asbeck ist fertig. Ab dem 2. März werden zwei heilige Frauen, die Patroninnen der bisherigen Nachbargemeinden, alle kirchenamtlichen Dokumente der dann fusionierten Kirchengemeinde St. Brigida Legden/St. Margareta Asbeck zieren. Pfarrer Christian Dieker stellte gestern am Ende der fast zweistündigen Pfarrversammlung das von Karin Kleweken entworfene Siegel vor.

Sparzwang

Zuvor hatten alle Gemeindemitglieder Gelegenheit, Fragen und Anregungen, Wünsche und Kritik zu dem vom Bistum Münster verordneten Zusammenschluss zu äußern - ein Angebot, das nur sparsam genutzt wurde. Denn: "Eigentlich ist alles bestens vorbereitet, mir fällt gar nichts ein, was die Pfarrgemeinderäte noch nicht bedacht hätten", fasst eine Legdenerin zusammen, was viele andere wohl auch so empfanden. Der Grund für die Zufriedenheit: "Auch nach der Fusion sind wir keine Großgemeinde", so Pfarrer Christian Dieker. Und auch in der Seelsorge zeichnen sich keine Einschnitte ab - Dank der aktiven Mitarbeit der drei emeritieren Pastöre Ulrich Hoinka, Karl Tappe und Hermann Hinse.

Finanziell drohen allerdings schmerzhafte Einschnitte - "aber das hat nichts mit der Fusion zu tun, sondern wäre ohnehin auf uns zugekommen", so Dieker. Der Grund: "Die Unterhaltungskosten der Gebäude fressen uns förmlich auf." Nur die Bereitschaft des Bistums, immer wieder die Defizite auszugleichen, habe bislang verhindert, dass die Gemeinde in die roten Zahlen rutschte. "Wir haben keinerlei Rücklagen", so der Pfarrer. Konsequenzen: Das Asbecker Pfarrbüro werde geschlossen, das Legdener Pfarrhaus durch einen kleineren Neubau ersetzt und das Jugendheim in Asbeck voraussichtlich abgestoßen. Auch wenn noch kein Beschluss vorliegt, deutete Dieker an, dass auch die Gebühren für den Asbecker Friedhof steigen würden.

Fusionsfeier

"Auch wenn dem einen oder anderen vielleicht gar nicht so sehr zu feiern zu Mute ist, sollten wir die große Chance der Fusion sehen und die Aufbruchsstimmung auch festlich zum Ausdruck bringen", appelliert der einzige hauptamtliche Geistliche der Gemeinde. Gelegenheit dazu besteht am 2. März: Der festliche Fusionsgottesdienst mit Dechant Thomas Linssen - "aber leider ohne bischöfliche Mitwirkung" - beginnt um 10.30 Uhr in Legden. Anschließend geht es zur dann ehemaligen Gemeindgrenze - auf den Hof Kock im Frettholt, wo ein Mittagsimbiss wartet. Um 14.30 Uhr folgen eine Festandacht in der Asbecker Kirche und ein gemeinsames Kaffeetrinken. sy-

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