Leiche im Schnee: Demenzkranke Frau erfriert vor Türen ihres Seniorenheims

Tragödie

Der tragische Todesfall einer demenzkranken Seniorin beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Die 81-Jährige ist offenbar bei eisigen Minusgraden vor den Türen ihres Pflegeheims im Harz erfroren.

17.02.2021, 15:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spuren im Schnee.

Spuren im Schnee. © dpa/Archiv

Eine demenzkranke Frau ist vor den Türen ihres Pflegeheims in Herzberg am Harz erfroren. Die 81-Jährige sei am frühen Morgen im Schnee tot aufgefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick aus Göttingen am Mittwoch. Vieles spreche dafür, dass die Seniorin erfroren sei. Das Ergebnis der Obduktion stand zunächst noch aus. Am vergangenen Sonntag, als die Leiche der Frau gefunden wurde, herrschten in der Nacht eisige Minusgrade im Harz.

Pflegeheim war eine offene Einrichtung

Die 81-Jährige war dement und orientierungslos. Das Pflegeheim, in dem sie wohnte, war der Staatsanwaltschaft zufolge keine geschlossene Station für Demente, sondern eine offene Einrichtung. Beschäftigte des Heims sollten vernommen werden, hieß es.

„Wir prüfen, ob jemanden ein Verschulden trifft“, sagte Buick. „Wir gehen auch der Frage nach, inwieweit eine Pflicht vonseiten des Pflegepersonals bestand, nachts ein Auge auf die Patienten zu werfen“, sagte der Oberstaatsanwalt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet.

RND/dpa

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