Lübcke-Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt – Mitangeklagter freigesprochen

Oberlandesgericht Frankfurt

Im Juni 2019 erschoss Stephan Ernst den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Nun hat das Gericht ein Urteil gefällt - der mutmaßliche Mittäter wurde freigesprochen.

28.01.2021, 10:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Hauptangeklagte Stephan Ernst wurde verurteilt.

Der Hauptangeklagte Stephan Ernst wurde verurteilt. © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Das Frankfurter Oberlandesgericht hat im Fall um den ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke ein Urteil gesprochen. Haupttäter Stephan E. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht behält sich eine anschließende Sicherungsverwahrung vor. Markus H. wurde vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord freigesprochen. Er wurde wegen illegalen Waffenbesitzes zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die Bundesanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung für Ernst und neun Jahre und acht Monate Haft für H. gefordert. Die Verteidiger von Ernst plädierten auf Totschlag, während die Anwälte von H. einen Freispruch für ihren Mandanten erreichen wollten.

Der Prozess wurde von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Die Corona-Pandemie sorgte zudem für besondere Umstände: Zuschauer und Medienvertreter mussten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wegen der Abstandspflicht können zudem zahlreiche Plätze nicht besetzt werden. Obwohl der Prozess im größten Saal des Gerichts verhandelt wird, gibt es nur maximal 19 Plätze auf der Pressetribüne und 18 Zuschauerplätze.

RND/pb (mit dpa)

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