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Brusenkamp: Keine Einigung in Sicht

LÜNEN Eine richtige Einigung sieht anders aus als das Ergebnis des gestrigen Ortstermins am Lärmschutzwall von Brusenkampsiedlern, Stadtgrün und Forstverwaltung. Zwar räumten die Vertreter der Stadt ein, dass man im Vorfeld die Anwohner hätte informieren sollen.

von Von Beate Rottgardt

, 26.02.2008
Brusenkamp: Keine Einigung in Sicht

<p>Diskutierten mit den Brusenkamp-Siedlern: Marco Adamek vom Regionalforstamt Ruhrgebiet (l.), Dieter Memmeler (r.), Leiter Stadtgrün, und Klaus Papius (2.v.r.) vom Arbeitskreis Umwelt und Heimat. Rottgardt</p>

Gleichzeitig unterstrichen aber Dieter Memmeler, Leiter von Stadtgrün, und Marco Adamek vom Regionalforstamt Ruhrgebiet, dass die Maßnahme notwendig sei.

"Der Wall ist ein technisches Bauwerk, der dazu dient, die Bebauung von einem Werk abzuschirmen. Der sehr steile Hang muss gehalten werden. Die Bepflanzung ist sehr stark vergreist, durch den Kronenschluss kommt nicht genug Licht an die unteren Sträucher, die die Funktion haben, die steile Böschung zu halten", wies Memmeler auf die Gefahren hin.

Lärmmessungen

Das wollen viele Brusenkampsiedler so nicht hinnehmen. "Wir prüfen rechtliche Maßnahmen, werden das Gewerbeaufsichtsamt Unna einschalten, das Lärmmessungen vornehmen soll", betonte Hans-Peter Bludau, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft.

Man habe nichts dagegen, dass einzelne Bäume vom Wall, die in den Gärten hingen, abgeholzt würden, aber "diese Maßnahmen jetzt beeinträchtigen unsere Lebensqualität auf das Schlimmste." Ein Anwohner drohte an, die Stadt wegen Lärmbelästigung auf Entschädigung zu verklagen.

Siedler: Belästigung hat zugenommen

Andere Siedler monierten gestern, dass seit den Forstmaßnahmen die Lärmbelästigung durch die hinter dem Wall liegende Firma zugenommen hätte. "Der Wall, der für den Lärmschutz da ist, wurde durch die Maßnahmen nicht beeinträchtigt, wir wollen ihn sogar sichern", konterte Memmeler.

Bludau forderte eine Einbeziehung der Anwohner und auch des Vorstands der Siedler in die Planungen von Stadtgrün und Forstverwaltung. Hans Tintelott, Baumfachmann von Stadtgrün, sagte zu, dass er in Kürze die direkt betroffenen Anwohner genau informieren und ihnen die einzelnen Maßnahmen erläutern wolle.

Wiedersehen in zwei Jahren

Adamek: "In zwei Jahren treffen wir uns hier, dann werden Sie sehen, dass alles gewachsen und wieder in Ordnung ist." So lange möchten die Siedler nicht warten, die auch um den Tierbestand auf dem Wall fürchten. Tintelott: "Die Gefahrenbäume im Hang müssen aber raus, da können wir nicht warten." Die Maßnahmen insgesamt würden etwa 10.000 Euro kosten.

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, den Bludau eingeschaltet hatte, ließ über seinen Pressesprecher Reinhold Urner erklären, dass die Arbeiten am Wall so lange ruhen würden, bis eine Klärung erreicht sei.

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