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Bucyrus: Großauftrag für 300 Mio. US-Dollar

LÜNEN Ein Großauftrag aus Tschechien sichert Arbeit in Lünen: Die tschechische Bergbaugesellschaft OKD hat mit Bucyrus - früher DBT - eine Absichtserklärung über den Kauf von zehn Strebsystemen unterzeichnet.

von Von Peter Fiedler

, 01.02.2008
Bucyrus: Großauftrag für 300 Mio. US-Dollar

Luis de Leon vor einem Werbebanner in der Lüner Verwaltun: DBT war einmal, jetzt ist ein gemeinsamer Markenauftritt unter dem Namen Bucyrus angesagt.

Das Volumen beträgt 300 Millionen US-Dollar, wovon ein Teil auch auf andere Unternehmen entfällt. "Zehn Strebe, das wäre fast ein Jahrespensum für uns. Es ist ein Segen, diesen Auftrag bekommen zu haben", sagt Luis de Leon, einer der früheren DBT-Geschäftsführer.

Nach dem Kauf der DBT durch den amerikanischen Bergbauzulieferer Bucyrus rückte De Leon in die Chefetage von Bucyrus auf. Sein Schreibtisch steht jetzt in Milwaukee.

Bekenntnis zum Standort Lünen

Bei einem Besuch in Lünen zog er im Gespräch mit unserer Zeitung eine Zwischenbilanz des Zusammenwachsens der DBT und Bucyrus - und legte dabei ein Bekenntnis zum Standort Lünen mit seinen 894 Mitarbeiter ab.

"Alles in allem sind wir in Lünen sehr gut aufgestellt. Ich bin sehr optimistisch, dass der Standort langfristig eine gute Zukunft hat."

Zumal für den Großauftrag aus Tschechien vor allem in Lünen gefertigt wird. Schilde für den Strebausbau zum Beispiel. "Wir überlegen schon, wie wir die Kapazitäten ausbauen", sagte de Leon.

Vereinbarung über Zeitkonten getroffen

Dabei helfe die mit den Arbeitnehmern abgeschlossene Vereinbarung über Zeitkonten. Sie ermögliche 300 Stunden Mehr- oder Minderarbeit, angepasst an die Auftragslage, innerhalb von zwei Jahren. "So können wir atmen, das bringt uns einiges an Flexibilität", freut sich de Leon.

Da Bucyrus Geräte für den Tagebau fertigt, die frühere DBT aber für den untertägigen Bergbau, gibt es bei den Produktpaletten so gut wie keine Überschneidungen - und somit auch kaum Anlass für Sorgen, Arbeitsplätze könnten durch Zusammenlegung von Fertigungsstätten entfallen.

"In beiden Bereichen ist das amerikanische Unternehmen Joy Global unser Wettbewerber. Wir kämpfen also gemeinsam gegen den gleichen Gegner, das verbindet", sagt Luis de Leon.

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