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Dachdecker-Azubi: Oben schön unten bleiben

LÜNEN Oben bleibt er unten: Bester Dachdecker-Azubi im Kammerbezirk. Da sagt dieser Mensch doch „ja und?“ Die Postleitzahl von Oberammergau könnte für Viktor Hergert aufregender sein.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 19.02.2008
Dachdecker-Azubi: Oben schön unten bleiben

Kammer-Bester der Dachdecker: Der 19-jährige Viktor Hergert.

83 Kilo auf 1,93  Meter Länge ökonomisch ideal verteilt. Ein Schlaks für Schlankmacher-PR. „Höhe“, raunzt der Riese der Bescheidenheit, „hat erst ab 30 Metern Respekt verdient.“

Glücksfall Viktor Hergert

„Respekt, Respekt“, sagt Ausbilder Frank Buchholz. Der Dachdeckerbetrieb Buchholz & Beyer in Brechten führte den 19-jährigen Lüner, der 2004 den Realschulabschluss in Brambauer gemacht hat, als Glücksfall. „Wenn jeder dritter Azubi so wäre, wäre das perfekt“, macht Chef Frank Buchholz Strahleaugen und auf Wünsch-Dir-was.

Dachdecker, sagt Viktor Hergert, sei ein spannender Beruf. Nichts für Weicheier und Handschuhträger. Knapp 30 Auszubildende waren sie bei der Gesellenprüfung der Handwerkskammer Dortmund-Lünen.

Vielleicht der Meister

Viktor könnte jetzt vor Stolz das Victory-Zeichen, die Churchill-Spreizhand des Triumphators machen, aber nix. Was er macht, ist einen chronisch bescheidenen Eindruck. Der Blick sagt: Macht nicht so´n Terz. Vielleicht macht er ja weiter. Den Meister zum Beispiel. Das kann sich Victory-Viktor gut vorstellen.

„Ich wollte mit meinem Freund mal eine eigene Firma aufmachen, daher die Dachdecker-Lehre.“ Und dann? Dann habe sein Freund seine Maurerlehre abgebrochen, das Fachabitur gemacht und sei zur Bundeswehr gegangen.

"Ein toller Job"

Den Traum also von der eigenen Firma schon begraben? „Ach was“, sagt Viktor Hergert, der Kammerbeste unter den jungen Dachdeckern aus Dortmund und Lünen, „irgendwann will ich sowieso den Meister machen. Dachdecker ist ein toller Job. "

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