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Die Kunst von Generationen

NORDLÜNEN "Ich muss meine Tage ja ausfüllen, da male ich Bilder und Motive für Postkarten", sagt die 83-jährige Angela Gienandt. Sie sitzt im Rollstuhl, ist halbseitig gelähmt, kann aber mit ihrer linken Hand Malen - und wie! Zusammen mit Kindern haben Senioren im Caritas-Altenzentrum St. Norbert rund 80 beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Am Samstag wurden sie bei einer Vernissage präsentiert.

17.02.2008
Die Kunst von Generationen

<p>Dies ist eines der drei Kunstwerke von Theodora Scheidgen. Sie verstarb vor zwei Wochen und konnte die Vernissage am Samstag nicht mehr miterleben. Beuckelmann</p>

"Die fliegen in die ganze Welt", sagt Angela Gienandt und blickt auf ihre Bilder. Einige davon sind als Grußkarten bereits verschickt worden. "Das war ganz lustig. Die Kinder überlegen nicht lange. Sie malen einfach drauf los", erzählt die Seniorin und freut sich darüber, dass so viele Kinder mitgemacht haben beim generationsübergreifenden Kunstprojekt.

Beide Einrichtungen arbeiteten bereits seit neun Jahren zusammen, erklärt Annette Müller, Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtung St. Norbert. Im letzten Jahr sei die Idee des gemeinsamen Kunstprojektes entstanden. Ermöglicht wurde es durch eine finanzielle Zuwendung der Dreikönigsstiftung Lünen, die dafür gesorgt hat, dass zwei Künstler, Songul Kurt und Heinz Arning, Alt und Jung beratend zur Seite standen. "Die Bilder sind frei aus der Tiefe des Gemüts entstanden. Alle hatten viel Spaß. Es war ein super Verständnis", so der Künstler Heinz Arning.

Gemalt wurde freitagsvormittags

Freitagvormittags trafen sich Kinder und Senioren im Altenzentrum zum Malen. Zu Beginn der 21 kreativen Treffen wurden die Werke jeweils vorgestellt. Jung und alt kamen sich näher.

Zwei Wochen sollen die 80 Kunstwerke ausgestellt werden im Foyer des Altenzentrums St. Norbert an der Laakstraße 78. Sie stehen zum Verkauf. Der Erlös soll der Zusammenarbeit dienen.

Eine Künstlerin ist kürzlich verstorben

Leider hat Theodora Scheidgen (96) die Ausstellung nicht mehr miterleben können. Sie malte drei Bilder, eines zusammen mit Maren. Vor zwei Wochen verstarb die Seniorin. "Sie guckt jetzt von oben auf uns", sagt Monika Meyer vom Sozialen Dienst des Altenzentrums.

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