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Drei Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs

LÜNEN Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilte das Jugendschöffengericht einen 33-jährigen Lüner zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe.

26.02.2008

Die Staatsanwaltschaft hatte den 33-Jährigen vor dem Jugendschöffengericht als Jugendschutzgericht angeklagt, weil sie ihm zur Last legte, im Spätsommer 2006 mit einem Mädchen, von dem er wusste, dass es erst 12 Jahre alt war, zweimal Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Kein Geständnis

In der Hauptverhandlung bestritt der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Er will das junge Mädchen zwar über die Tochter seiner Partnerin kennen gelernt haben, aber nie mit ihr allein gewesen sein und sie auch nicht geschlechtlich missbraucht haben.

Trotz Hinweises des Gerichtsvorsitzenden, dass sich ein Geständnis für ihn strafmildernd auswirken könne, blieb der Angeklagte bei seiner Sachdarstellung.

Während der Vernehmung des Opfers, der Zeugin S., schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus und verhandelte hinter verschlossenen Türen. Aber gerade diese Zeugin muss den Angeklagten mit einer zur Verurteilung ausreichenden Sicherheit belastet haben.

Aussage Glaubwürdig

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Gericht hielten ihre Aussage für glaubwürdig; sie habe auch keine belastenden Tendenzen enthalten. Vielmehr soll sie laut Staatsanwalt zugegeben haben, dass sie den Angeklagten „süß“ gefunden habe und in ihn verliebt gewesen sei. Sie soll sich auch nicht gegen den Geschlechtsverkehr gewehrt haben.

Die langjährige Freiheitsstrafe begründete das Gericht u.a. damit, dass der Angeklagte vom Alter des Mädchens gewusst habe. Ihre Einwilligung zum Geschlechtsverkehr und die bisherige Straffreiheit des Angeklagten wertete es strafmildernd, sah andererseits aber das Ausnutzen der Zuneigung des Mädchens durch den Angeklagten strafschärfend.

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