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Gymnasien: Anmeldezahlen sorgfältig analysieren

LÜNEN Die Anmeldungen zu den Gymnasien werden Politik und Verwaltung noch länger beschäftigen. Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick sagte am Mittwochabend im Ausschuss für Bildung und Sport eine sorgfältige Analyse des Problems unter Einbindung des Ratsfraktionen zu.

von Von Beate Rottgardt

, 13.02.2008

Derzeit könne man die unterschiedlichen Anmeldezahlen (84 am Altlüner Gymnasium, 181 am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) nicht "ohne weiteres" erklären, so Stodollick. Möglicherweise liege es an der zentraleren Lage des Steins, vielleicht auch an dem Punkt Lehrerversorgung. Bei der Analyse dürfe es aber keine Schnellschüsse geben.

SPD-Ratsherr Hugo Becker warnte vor einem "Dauerkrieg", bei dem man künftig jedes Jahr 60 Eltern überreden müsse, ihre Kinder wieder umzumelden: "Wir müssen die Ursachen herausfinden, damit es in etwa wieder im Gleichschritt geht." Dass der Elternwille schon eine Rolle spielen müsse, unterstrich Dr. Jürgen Czischke, Direktor des Stein-Gymnasiums.

Kritik am Schulentwicklungsplan

"Wir haben schon vor einem Jahr eine Stellungnahme der Schulkonferenz abgegeben und darin erklärt, dass der Schulentwicklungsplan nicht die richtige Situation wiedergibt", betonte Dr. Czischke. Über die Zügigkeit könne man es nicht regeln. Dr. Czischke: "Wir können nicht so entscheiden, dass es so aussieht, als seien die alten Einzugsbereiche wieder ausschlaggebend."

Dr. Norbert Ingler, Direktor des Altlüner Gymnasiums, sieht die Randlage seiner Schule als ein "möglicherweise dauerhaftes Problem". Er hoffe auf die weitere Unterstützung durch die Bezirksregierung: "Es muss weitere Lenkungsmöglichkeiten geben."

Nach seiner Meinung habe der große Elternprotest gegen Lehrermangel am Altlüner Gymnasium zwar dazu geführt, dass vier neue Lehrer an die Schule kommen, andererseits aber auch viele Eltern vor einer Anmeldung zurückschrecken lassen.

Schüler einladen

Dr. Ingler plant noch vor den Osterferien an vier Tagen die künftigen Schüler und ihre Eltern in die Schule einzuladen, auch um den bilingualen Zweig und die Orchesterklasse vorzustellen, dazu einen Kennenlernnachmittag im Mai und Besuche in den Grundschulen, um Gespräche mit den Lehrern zu führen. 

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