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Hauptschüler spielen „Rollstuhl-Taxi“

LÜNEN Dass die 14-jährige Kübra Topac an diesem Morgen im Rollstuhl sitzt, muss kein Mitleid für die Schülerin der Achenbach-Hauptschule mobilisieren. Im Gegenteil. Kübra will das Rollstuhlgefühl kennen lernen.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 14.02.2008
Hauptschüler spielen „Rollstuhl-Taxi“

Was ist wichtig vor einer Fahrt mit dem Rollstuhl?

Kübra will aber vor allem das Rollstuhlfahren, also das Schieben, beherrschen lernen, um ältere Menschen im Rollstuhl spazierenfahren zu können. Die Achenbach-Hauptschule in Brambauer setzt damit neue Akzente bei ihrem Rollstuhl-Fahrdienst, den sie für das AWO-Seniorenzentrum an der Hermann-Schmälzger-Straße leistet.

„Unsere Jungen und Mädchen“, sagt Lehrerin Paulo Lucas-Thorp, „sollen Bewohnern des Heims zu besonderen Anlässen im Stadtteil, wie Weihnachtsmarkt oder Brami-Feste, den Rollstuhl schieben. „Eine tolle Sache sei das, findet die 78-jährige Ursula Baumann. Sie ist seit Ende des letzten Jahres hier im Heim. Sie findet es großartig, dass sich junge Menschen bereit erklären, für so etwas ihre Freizeit zu opfern.

Älteren Menschen helfen

Von den 158 Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums seien über zehn Prozent auf einen Rollstuhl angewiesen, erklärte die stellvertretende Leiterin, Susanne Knickmeier. Damit die Schüler auch wissen, wie es ist, in einem Rollstuhl zu sitzen, gehörte gestern auch das Sich-Schiebenlassen zur Übung. Womit wir wieder bei Kübra Topac wären, die außer dem Rollstuhl-Gefühl noch ein anderes Gefühl kennen gelernt hat: „Es macht Riesenspaß, älteren Menschen ein wenig zu helfen.“

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