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Investitionen türmen neuen Schuldenberg auf

LÜNEN Kaum hat sich Lünen durch eisernes Sparen aus der Zwangsjacke des Nothaushalts befreit, da droht sich schon wieder ein neuer Schuldenberg aufzutürmen.

von Von Peter Fiedler

, 07.02.2008

Allein bei der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) würde der Schuldenstand bis 2012 von 53 auf 80 Millionen Euro steigen, falls alle derzeit in Rede stehenden Investitionen realisiert werden.

Das rechnete ZGL-Leiter Dieter Kasprowiak am Mittwoch in der Sitzung des Betriebsausschusses vor: 13 Millionen für eine neue Feuerwache, 4 Mio. städtischer Anteil für die Sanierung der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (Scharoun-Bau), 3,6 Mio. für die Mehrfachsporthalle im Schulzentrum Altlünen, 1,3 Mio. für die Realisierung des neuen Nutzungskonzepts für das Musikschulgebäude - diese und viele andere Maßnahmen wie der Schulbau in Lünen-Süd stehen im Wirtschaftsplan für die kommenden Jahre.

Belastungsgrenze des Stadtbetriebs erreicht

Kann sich Lünen das schon wieder leisten? Diese Frage stand unausgesprochen im Raum. Falls ja, so Kasprowiak, werde der Stadtbetrieb seine Belastungsgrenze erreichen, die Eigenkapitalquote werde unter 30 Prozent sinken. "Weitere Investitionen sind dann nicht mehr darstellbar", warnte er.

Was realisiert werden kann und soll, muss die Politik in den nächsten Wochen im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen diskutieren und entscheiden. Im April soll der Rat den Haushalt 2008 beschließen. Das Wünschenswerte und das Machbare prallen wieder einmal aufeinander. Ein in Lünen nur allzu bekanntes Problem.

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