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Kein Halt für Züge in Alstedde

Projekt derzeit nicht finanzierbar

24.05.2007

Angesichts einer neuen Eigenanteil-Kalkulation für die Stadt von fast 470 000 Euro bei einer Gesamtinvestition von ca. 1,3 Millionen Euro, bekamen am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss auch die hartnäckigsten Haltepunkt-Befürworter kalte Füße. Bis auf einen: Alfred Meermann. Der pochte, bis zum wilden Tuckern der Schläfen, leidenschaftlich auf einen entsprechenden Beschluss der CDU-Fraktion: «Wir wollen das!» Das könne auch der Herr Beigeordneter nicht einfach wegschieben. Einmal in Fahrt, gab Alfred Meermann (Foto) den D-Zug: «Ich weiß ja nicht, ob es überhaupt noch Zweck hat, die Wichtigkeit dieser Bahn-Haltestelle in unserer immer mobiler werdenden Gesellschaft mit Spritpreisen von über 1,40 Euro zu betonen, aber ich tue es trotzdem. . .» Beigeordneter Jürgen Evert («Wir wollen das Projekt ja nicht ad acta legen,»), erklärte, momentan sei die Ausgabe von einer halben Million Euro kommunaler Mittel auch deswegen nicht darstellbar, weil man den Prognosen nach allenfalls von einem Nutzungsgrad von ca. 80 Fahrgästen ausgehen könne. Die im Jahr 2005 vom Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) in Aussicht gestellte Förderung von ca. 100 000 Euro ist wegen Kürzungen der Regionalisierungsmittel nicht mehr gesichert. Dadurch würde der städtische Eigenanteil von den bisher kalkulierten 341 360 Euro auf 467 957 Euro ansteigen. Halb im Flachs, halb mit ironisch veredelter Zuversicht, meinte Arno Feller (Foto), der die Sitzung leitete: «Wenn bald die Gewerbsteuern sprudeln, können wir uns diesen Eigenanteil ja vielleicht leisten.» k

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