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Keine Einsteins, sondern kleine Schlaumeier

ALSTEDDE Das Genie liegt direkt neben dem Wahnsinn, sagt man. Im konkreten Fall bedeutet es, dass ein hochbegabtes Kind nicht erkannt wird und im schlimmsten Fall auf der Sonderschule landet. Beate Spitzer nahm am internationalen Zentrum für Begabungsforschung ein Zertifikat entgegen und nimmt sich nun den "kleinen Schlaumeiern" an.

von Von Günther Goldstein

, 15.02.2008

Beate Spitzer absolvierte neben ihrer Tätigkeit als Erzieherin an der Kindertageseinrichtung von St. Ludger eine spezielle Ausbildung zur Fachkraft für Begabungsförderung im Vorschulalter.und erhielt vom internationalen Zentrum für Begabungsforschung ihr Zertifikat.

Die Erzieherin hatte die Problematik von hochbegabten Kindern in ihrer Einrichtung mehrfach selber miterlebt. Sie hatte mit angesehen, in welche Not die betroffenen Kinder und auch ihre Eltern geraten, weil sie die Besonderheit nicht einzuordnen wussten. In ihrer Gruppe werden die kleinen „Schlaumeier“ schnell ausgegrenzt, weil sie den anderen unheimlich sind.

Fördern und integrieren

„Die Jungen werden dann mit der Zeit aggressiv, die Mädchen ziehen sich eher zurück“, berichtet die Fachfrau für Hochbegabte. In Deutschland geht man von zwei Prozent hochbegabter Kindern aus, bis zu acht Prozent werden als besonders begabt eingestuft. Diese schon im Vorschulalter zu erkennen, ist für die Betroffenen wichtig.

Die Kunst ist es, diese Kinder nach ihrem Vermögen speziell zu fördern und trotzdem in die Gruppe zu integrieren. Dabei gilt es auch noch, die Richtung ihrer besonderen Begabung zu erkennen – sie kann im musischen, künstlerischen, mathematischen oder sportlichen Bereich liegen.

Spitzer sieht ihre Arbeit darin, die Eltern dieser Kinder zu beraten und die anderen Kinder über die Besonderheit zu informieren. Den Hochbegabten will sie mit speziellen Spielmaterialien Anreize bieten. Was sie jedoch auf keinen Fall will, ist die „Produktion von kleinen Einsteins“.

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