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Lünen mitten im Streik

LÜNEN Der Müll bleibt liegen, die städtischen Kindertageseinrichtungen haben zu, seit 4 Uhr morgens dreht sich bei der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) an der Kupferstraße kein Rad mehr. Rund 1000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Warnstreik aufgerufen.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 22.02.2008

 Daran beteiligten sich zeitweilig auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Sparkasse und des Stadtbetriebs Abwasserbeseitigung Lünen (SAL). Unterwegs waren lediglich die im Auftrag der VKU fahrenden Unternehmer, die 43% der Fahrleistung abdecken. "Jetzt muss mehr Geld her" Streikposten standen vor den Betrieben, Delegationen versammelten sich morgens vor dem Rathaus. „Jetzt muss mehr Geld her“, forderte sie gemeinsam mit Uli Dettmann, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Dortmund. Geschwenkte Fahnen, Pfeifkonzerte mit Trillerpfeifen und Transparente prägten das Bild. Auch die Feuerwehr reihte sich lautstark mit einer Handsirene ein.  Für die Beschäftigten fordert ver.di eine Tariferhöhung von 8 Prozent für zwölf Monate, mindestens 200 Euro monatlich sowie eine Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamtinnen und Beamten. Die von den Arbeitgebern verlangte Verlängerung der Arbeitszeit lehnt ver.di entschieden ab. Nullrunden für Mitarbeiter, aber Diäten erhöht„8% oder 200 Euro. Damit Erzieherinnen bekommen, was sie brauchen“, hatten Angelika Fietze und Bastian Veit auf ein Bettlaken geschrieben. „Wir leisten gute Arbeit, das muss honoriert werden.“ In den letzten Jahren habe es fast Nullrunden gegeben, „jetzt sind wir dran“, fordert auch Friedhelm Köpnick von den Stadtwerken. Allgemeines Ärgernis: Die Abgeordneten haben ihre Diäten um 9,4 Prozent erhöht. Auch die Musikschule stimmte in den Protest mit ein: Christoph Steiner und Uli Gronemeyer spielten den Streikblues. 

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