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Pfarrer Klink: Stabilisierung ist das Ziel

Tag der offenen Tür in der Übernachtungsstelle für Obdachlose

21.05.2007

Pfarrer Klink: Stabilisierung ist das Ziel

<p>Auch mit musikalischer Begleitung und Speisen sowie Getränken wurde der Tag der offenen Tür gestaltet. Beuckelmann</p>

Lünen «Es ist erstaunlich sauber und akkurat», sagte Brunhilde Heinseus, als sie sich am Samstag in der Übernachtungsstelle Auf dem Ringe 5 in Gahmen beim Tag der offenen Tür umsah. «Ich freue mich, dass eine ganze Reihe der Einladung gefolgt sind», sagte Pfarrer Ulrich Klink, der in der Übernachtungsstelle mit dem dortigen Hausmeister Peter Rose stündliche Führungen anbot und über die Arbeit des Vereins «Dach über dem Kopf e.V.» informierte. Klink betonte: «Es ist eine Übernachtungsstelle. Wir sind kein Pflegeheim. Die Menschen sollen sich dessen bewusst sein, dass es eine Übergangslösung für sie ist. Stabilisierung ist das Ziel.» «Ich finde das hier astrein! Vor drei Jahren habe ich hier drei Monate übernachtet. Ich habe hier auch mitgeholfen, Räume zu streichen. Danach habe ich eine eigene Wohnung gefunden», sagte Hildebert Fischer (55) am Samstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch Thomas Tramm (42), der die Übernachtungsstelle bisher ein Mal besucht hat, gehörte zu den Gästen am Tag der offenen Tür. Er sagte: «Ich finde das hier sehr gut.» Thomas Tramm, der im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet hat und jetzt arbeitslos ist, macht sich jeden Tag Gedanken darüber, wie der nächste Tag abläuft. «Ich lebe zur Zeit auf der Straße, bin obdachlos. Wenn das Wetter schlechter wird, hole ich mir im Rathaus Übernachtungsscheine. Eine Wohnung wäre schon eine Perspektive», so Thomas Tramm. Hausmeister Peter Rose ist jeden Tag von 18 Uhr bis zum nächsten Morgen um 9 für die Einhaltung der Hausordnung zuständig. Diese ist klar definiert und deutlich: Kein Alkohol, Sauberkeit und Ordnung. So steht z.B. geschrieben: «Der Aufenthaltsraum wird täglich gefegt!» Wer mit harten Alkoholika bzw. Drogen erwischt wird, riskiert ein Hausverbot für den nächsten Tag. Bei einer Bedrohung gibt es z.B. drei Tage Hausverbot. «Derzeit haben wir ein kleines finanzielles Polster. Für 1 ½ Jahre ist die Arbeit gesichert», sagte Ulrich Klink und wies darauf hin, dass die jährlichen Ausgaben in der Übernachtungsstelle rund 40 000 Euro betragen würden. Der pauschale Zuschuss liege bei 5000 Euro, die Einnahmen bei 10 000 und die Spenden und Mitgliedsbeiträge des Vereins «Dach über dem Kopf» bei etwa 25 000 Euro. Beu

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