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Rätselraten um Aus für Kulturhaus

LÜNEN NRW-Minister Oliver Wittke persönlich hat offenbar den Daumen für das geplante Kulturhaus gesenkt. Aber warum nur? Eine Frage, die im Ausschuss für Kultur und Freizeit brennend interessierte, aber ziemlich nebulös beantwortet wurde.

von Von Peter Fiedler

, 27.02.2008
Rätselraten um Aus für Kulturhaus

Karl Marek (CDU): "Ich kenne die Gründe."

Fakt ist: Lünen erhält vorerst keine Landesmittel, um diverse Bildungs- und Kultureinrichtungen unter einem Dach zu vereinen (wir berichteten). Weil die beantragte Fördersumme bei über eine Mio. Euro gelegen habe, sei eine Ministerentscheidung nötig gewesen, berichtete Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick - und die sei nicht positiv ausgefallen.

Stodollick: Über Gründe nicht informiert

"Über die Gründe bin ich nicht informiert", erklärte der Bürgermeister und berief sich auf einen Besuch von Mitgliedern der Lüner CDU-Fraktion beim CDU-Minister. Es habe wohl "keinen Förderzugang", sprich kein passenes Förderprogramm gegeben, sagte Stodollick.

"Ich kenne die Gründe", deutete Karl Marek (CDU) an. "Dann sagen Sie sie", forderte ihn Detlef Seiler (SPD) auf. "Wenn auch nur verdachtsweise der Eindruck entsteht, dass eine Stadt nicht weiß, was sie will, muss der Minister ablehnen", antwortete Marek.

Weinbrenner: Eine Antwort, zehn neue Fragen

Das wiederum brachte Stodollick auf den Plan und auf die Palme: "Das Konzept war mit der Politik abgestimmt. Wir haben Franz-Goormann-Straße und Heizwerk nicht ins Gespräch gebracht." Einzig und allein die Coers-Wiese (neben der Musikschule) sei der geplante Standort im städtischen Konzept gewesen.

Wer aber sprach dann mit dem Land über Alternativstandorte? Die CDU selbst? "Eine Antwort, zehn neue Fragen", empörte sich Detlef Weinbrenner (Grüne). "Wer verhandelt mit wem in welchem Auftrag?", wollte Roswitha Ritter (ebenfalls SPD) wissen. Aufklärung im Detail gab es nicht.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Bei allem Stochern im Nebel blieb aber eines Konsens: Aufgeschoben muss nicht unbedingt aufgehoben bedeuten. "Wir sollten an der Idee eines Bildungs- und Kulturzentrums festhalten", betonte Stodollick. Er erwartet neue Förderrichtlinien, auf die das Projekt passen könnte. Denkbarer Realisierungstermin: 2012.

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