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Saalfelder ließen Abwasserleitungensanieren

BECKINGHAUSEN Die Saalfeld-Siedlung ist durchgecheckt: 23 Hausbesitzer haben ihr Eigentum auf Dichtheit der Kanäle prüfen lassen. Der Grund: Eine gesetzliche Änderung schreibt Eigentümern vor, dass sie bis zum Jahr 2015 eine Bescheinigung über die Dichtheit ihrer Wasserleitungen vorlegen müssen.

04.02.2008

Zwei Grundstücke waren nicht zu beanstanden, acht Eigentümer haben sich noch nicht entschieden, ob sie Reparaturen zum jetzigen Zeitpunkt durchführen lassen, bei 13 rückte schon in den letzten Tagen die Firma aqualine aus Dortmund an. Hauptursache der notwendigen Sanierung: Eingewachsene Wurzeln, Verkalkungen sowie Risse in den Rohren und undichte Leitungen. Den Sanierungsarbeiten in diesen Tagen waren Messungen durch die Firma Möller vorangegangen, die Schäden waren den Eigenheimern auf CD dokumentiert und Empfehlungen zur Reparatur ans Herz gelegt worden.

Unterwelt

Da die Saalfelder sich vor dem 1.11. 2007 um die Prüfung gekümmert hatten, reichte die Kamerauntersuchung ihrer "Unterwelt" - seit diesem Datum ist es Pflicht, prüfen zu lassen, ob die Rohre Luft oder Wasser durchlassen. "Sämtliche Leitungen auf dem Grundstück müssen dicht sein", beschreibt Matthias Winter die Vorgabe.

Im Saalfeld 5 etwa bei Werner Menzel wurden Rohre auf einer Länge von drei Meter neu ausgekleidet und eine Muffe saniert. Anschließend wird per Kamera die Dichtheit überprüft. Die Sanierung kostet die Eigentümer je nach Schaden zwischen 1000 und 6000 Euro.

Wasserleitungen

Für diejenigen, die sich nach dem 1.11. 2007 zur Kanaluntersuchung und Sanierung entschließen, wird es teurer, zeigten sich Firmenvertreter und Saalfelder überzeugt.

Bis 2015, so teilte Claus Externbrink, Vorstand des Stadtbetriebs Abwasserbeseitigung Lünen (SAL) AöR, auf Anfrage mit, müsse der Eigentümer nach den neuen Regelungen der Landeswassergesetzes (LWG) der Gemeinde (= SAL) Bescheinigungen über die Dichtheit ihrer Wasserleitungen auf dem Grundstück vorlegen. Aus diesem Grund werde sich der Betrieb in seiner Satzung nun auf den neuen Paragraphen 61 a LWG (bisher § 45) beziehen. Dafür müsse die Entwässerungssatzung des SAL geändert werden - einer der Tagesordnungspunkte der Sitzung am 13. Februar.

Generell, so der Fachmann weiter, setze SAL auf das "Lüner Modell" einer umfassenden Beratung, die dem Grundeigentümer frühzeitig sämtliche Risiken auf seinem Grundstück deutlich mache und über die begrenzte Leistungsspektrum einer Firma hinausginge.

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