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Senioren-WG gefragte Wohnform

LÜNEN Hoher Bedarf, aber bislang erst 61 Plätze im gesamten Kreis Unna: Wohngemeinschaften für Senioren scheinen die Wohnform der Zukunft zu sein. Heute waren sie Thema bei den Mitgliedern des kreisweiten Arbeitskreises "Alte Menschen", dem Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Sozialdiensten in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Pflegediensten, städtischer Altenarbeit und Verbraucherberatung angehören.

von Von Beate Rottgardt

, 27.02.2008
Senioren-WG gefragte Wohnform

Reinhard Busch stellte dem Arbeitskreis "Alte Menschen" zwei Senioren-Wohngemeinschaften vor.

Der Arbeitskreis tagte in der Seniorenresidenz Osterfeld. Bislang, so Annette Goebel, von der Koordinierungsstelle Altenarbeit der Stadt Lünen, gibt es im ganzen Kreis Unna erst acht vom Kreis anerkannte Wohngemeinschaften. Die in Lünen im vergangenen Jahr eröffnete WG mit derzeit 24 Plätzen, getragen von einem privaten Pflegedienst, gehört nicht zu den vom Kreis Unna anerkannten Einrichtungen.

Bedarf wächst

Dass der Bedarf an solchen Wohnformen, die in Berlin schon seit Jahren selbstverständlich sind, auch im Kreis Unna und in Lünen wächst, erfährt Annette Goebel bei vielen Beratungsgesprächen mit Angehörigen. "Viele wollen ihre Eltern lieber in einer WG unterbringen als in einem Heim", so Annette Goebel.

Prinzip Großfamilie

Zwei Einrichtungen stellte Reinhard Busch vom Unnaer Pflegedienst Busch vor. Eine Demenz-WG läuft in der Kreisstadt seit 1. März 2007, eine Senioren-WG seit 1. Mai 2007. Beide haben jeweils Platz für zehn bis zwölf Bewohner und funktionieren nach dem Prinzip einer Art Großfamilie mit Betreuung rund um die Uhr.

Wartelisten und Anfragen

"Es gibt auch Wartelisten, wir haben immer wieder Anfragen, brauchen aber entsprechenden Wohnraum", so Busch. Abgelehnt werden nur Senioren, die beispielsweise alkoholabhängig sind oder aus anderen Gründen viel Unruhe in die Gemeinschaft bringen würden.

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