Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sparkasse: "Wirklich hektische Zeiten"

SELM Achterbahnfahrt an den Börsen, Bankenkrise, die aus den USA herüber schwappt, WestLB in Existenznot. Und die Sparkasse Lünen-Selm wächst weiter.

von Von Peter Fiedler

, 09.02.2008
Sparkasse: "Wirklich hektische Zeiten"

Stolzer Vorstand und erfolgreiche Azubis (v.l.): Bernhard Schreiter (Vorstandsmitglied), Stefan Dörre, Anja Heimann, Christian Voß, Julia Fricke, Michael Dahlhoff, Ulrich Fischer (Vorstandsvorsitzender), Sarah Flessenkämper, Marc-Oliver Deiting.

"Es sind wirklich hektische Zeiten. Es war ein sehr besonderes Jahr und wir sind froh, dass wir ein Wachstum haben ausweisen können", sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Fischer am Freitag.

Einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. Euro hat die Sparkasse 2007 erwirtschaftet, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. "Auch im Vergleich mit anderen Sparkassen sind wir gut gewachsen", hob Fischer hervor, bekannte aber auch: "Es war kein hervorragendes Jahr."

Abschreibungen

Zum Beispiel, weil die Sparkasse Kurswertabschreibungen auf Wertpapiere vornehmen musste und Aufwendungen für die WestLB-Sanierung, so weit sie bekannt waren, schon Teil der Bilanz sind.

Dass sich alle WestLB-Anteilseigner auf ein Zukunftskonzept für die Landesbank verständigt haben, löste gestern Freude bei Ulrich Fischer aus, "weil eine große Geschäftsbank in NRW jetzt Zukunft hat". Ob sich aus dem Sanierungspaket noch weitere Verpflichtungen für die Sparkasse als eine indirekte Anteilseignerin der WestLB ergeben, könne er noch nicht beurteilen.

Sparkassen-Vorstandsmitglied Bernhard Schreiter betonte, der Themenkomplex WestLB werde "keinerlei Einfluss auf die geschäftlichen Beziehungen zu unseren Kunden haben."

Zu den Besonderheiten des Jahres 2007 passte, dass die Sparkasse, anders als in der Vergangenheit, nicht über Kredite, sondern über Einlagen gewachsen ist.

Mehr Vorsorge

"Die Kunden tun wieder mehr für die Vorsorge. Es hat sich unheimlich viel auf der Ersparnisseite getan", erklärte Schreiter.

Der leichte Rückgang im Kreditgeschäft fiel bei Firmenkunden stärker aus als bei Privatkunden. Für Ulrich Fischer auch ein Indiz dafür, dass viele Unternehmen in Lünen und Selm kerngesund sind. "Kredittechnisch geht es den Unternehmen zu gut", schmunzelte er.

Lesen Sie jetzt