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Treffpunkt für Kids gesucht

LÜNEN Zuversichtlich zeigte sich am Dienstagabend Hans Keller, Vorsitzender des Trägervereins Bürgerhaus Horstmar, dass es gelingen könnte, im Haus an der Lanstroper Straße 6 wieder einen Anlaufpunkt für Jugendliche zu schaffen.

von Von Ludwig Overmann

, 21.02.2008
Treffpunkt für Kids gesucht

Hans Keller ist zuversichtlich, dass die Horstamerer Jugendlichen bald wieder eine Anlaufstelle finden werden.

Vorangegangen war am Nachmittag auf Initiative des Trägervereins ein Gespräch mit den Geschäftsführern von drei Lüner Baugesellschaften - Friedhelm Deuter (Bauverein), Bernd-Peter Menke (WBG) und Norbert Haeser (Leiter Kundencenter Evonik Lünen), Fördervereinsvorsitzender Hans-Jörg Hebebrand, Ludger Trepper, dem Leiter des Fachbereichs 2 (Kinder-Jugend-Familie) der Stadt, und einem der Jugendkontaktbeamten der Polizei.

 Jugendcafé als Anlaufstelle

Keller hofft, dass das voll funktionsfähige Jugendcafé zunächst ein- bis zweimal pro Woche denjenigen Jugendlichen einen Treffpunkt bieten kann, die die Angebote im Lükaz nicht wahrnehmen, sich aber auch nicht als Problemgruppe herauskristallisiert haben und Adressaten des Streetworkers sind. Es gehe um Heranwachsende, die im Ortsteil einen zwanglosen Treff benötigen.

Die Gesprächspartner hätten ein offenes Ohr für das Anliegen gezeigt, das inhaltlich unterstützt wird. "Die Wohnungsunternehmen werden ihre Möglichkeiten prüfen", sagte Keller. Letztlich geht es um Geld, das die Stadt nicht mehr für die Jugendarbeit aufbringen kann.

50.000 Euro Kosten pro Jahr

Für eine qualifizierte Kraft in der Jugendarbeit müssten bei fünftägiger Öffnung einer Einrichtung ca. 50.000 Euro pro Jahr kalkuliert werden, bei zwei Tagen sei von etwa 20.000 Euro pro Jahr auszugehen, sagte Hans-Jörg Hebebrand. Aus Sicht der Fördervereins, so Hebebrand, ziele man auf eine mittelfristige Lösung, so dass es mit kleinen Spenden nicht getan sei.

Der Vorstand des Fördervereins sehe seine Aufgabe darin, Sponsoren bei den Geschäftsleuten zu suchen - Adressaten, die im Konzept des Fördervereins bereits im vergangenen Jahr eine Rolle spielten.

"Keine Schnellschüsse"

In einigen Wochen werden sich die Gesprächspartner wieder zusammensetzen. Wann ein Jugendtreff eröffnet werden könnte, vermochten Keller und Hebebrand nicht zu sagen. "Wir wollen keine Schnellschüsse", machte Hans-Jörg Hebebrand deutlich.

Um Missverständnissen vorzubeugen, so erläuterte Hans Keller: Der Trägerverein Bürgerhaus sieht seinen Einsatz für die Jugendlichen als letzten Versuch, dieser Zielgruppe im Bürgerhaus wieder eine Heimat anzubieten.

Sollte dies nicht gelingen, werden die Ehrenamtlichen aus dem Trägerverein ihre Arbeit dennoch fortsetzen. Gestern waren bereits die Siedler der Gemeinschaft Preußen 60 mit Grünschnittarbeiten auf dem Grundstück wieder aktiv.

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