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Wohnwelt süßsauer

BRAMBAUER Eine Straße, ein Neubaugebiet, zwei Welten: "Wir werden von der Baugesellschaft nicht ernst genommen", schäumen Anlieger. "Die Maßnahme Lorenzstraße ist super gelaufen", schwärmt die angerempelte HS-Wohnungsbau GmbH. Gegensätzlicher kann die Optik nicht sein.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 04.02.2008
Wohnwelt süßsauer

Verärgert über die HS-Wohnunmgsbau: Die Anlieger der Lorenzstraße (v.l.:) Nicole Schnabel, Brigitte Pastor und Reinhard Pastor.

Hier lobt HS-Wohnungsbau-Verkaufsleiter Friedhelm Wölting den problemlosen Verlauf der Maßnahme, den Top-Zustand der Häuser und den und regen Verkauf der Immobilien ("Alles super"), da klettern Anlieger im empörten Dutzend auf die Barrikaden. Einzug in die neuen Häuser (20 Doppelhaushälften, ein freistehendes Haus) war für die meisten der jungen Familien mit Kindern vor einem Jahr.

"Seitdem haben wir nur Ärger mit der HS", dampft Reinhard Pastor. Erst hätte sich der Baubeginn der Häuser um Monate verzögert, aber dennoch habe man schon Bereitstellungszinsen zahlen müssen, schließlich sei die im Juli 2007 begonnene Straße immer noch nicht fertiggestellt.

Außerdem wären die Fassaden schon teilweise angeschmutzt. "Da ruft man bei der Baugesellschaft in Dortmund an, kriegt einen Termin, aber dann lässt sich keiner der Herren sehen", schimpft Anliegerin Andrea Köse.

Schwarzer Splitt in die Häuser

Seit Tagen würde schwarzer Splitt, der in das Verbundpflaster eingefegt wird und von dem noch ein strammer Haufen an der Straße lagert, vom Sturm durch Fenster- und Türritzen in die Häuser geweht. "Man kann kein Fenster mehr aufmachen", ärgert sich Brigitte Pastor.

Auch die Nachbarn Michael und Nicole Schnabel, Michael und Andrea Lorei, Wolfgang und Edwine Reinecke sowie Michaela und Thorsten Strasdun kritisieren das Verhalten der Baugesellschaft, werfen ihr vor, nicht kooperativ zu sein. "Wir haben hier eine tolle Nachbarschaft und schon deswegen bereuen wir es nicht, uns hier ein Haus gekauft zu haben. Aber der ständige Ärger mit der Gesellschaft nervt", findet Reinhard Pastor.

HS-Verkaufsleiter Friedhelm Wölting, von den Ruhr Nachrichten über den Adrenalinpegel der Bewohner informiert, kann den ganzen Ärger nicht verstehen: "Dass Staub weht und es beim Bau einer Straße zu Dreck und Beeinträchtigungen kommt, ist normal. Also aus meiner Sicht kann ich nur sagen, die ganze Maßnahme ist ein voller Erfolg. Es sind alle Häuser verkauft, für die letzten zwei liegen schon Reservierungen vor."

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